Geldwäscherei: Griechische Justiz ermittelt gegen EX-Manager von Siemens


(C) surber, 2009, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Vor einigen Jahren konnte man in Griechenland noch ordentlich Geld einsacken. Diese Zeiten scheinen mehr und mehr dem Ende entgegen zu gehen, wenn man die entdeckten Ressourcen weg lässt. Die wirtschaftlichen und finanziellen Irritationen in dem Land nehmen stetig weiter zu. Nun kommt ein "interessanter Fall" ins Rollen, der Ex-Siemens-Vorstände betrifft.

Nach Medienberichten wird gegen hochkarätige Individuen, welche ehemalige Siemens-Manager waren, ermittelt. Die Vorwürfe der griechischen Justiz lauten dabei auf Geldwäscherei und Bestechung. Im Fall einer Verurteilung drohen den EX-Siemens-Vorständen hohe Haftstrafen. Diese Siemens-Manager werden wohl in der nächsten Zeit Vorladungen der griechischen Justiz bekommen, wie es heißt. Das Athener Oberlandesgericht soll derzeit entsprechende Vorbereitungen treffen.

Die beschuldigten Personen sollen vernommen werden, damit die Schmiergeldpraktiken des Konzerns ein wenig näher durchleuchtet werden können. Unter den Personen ist auch der frühere Siemens-Chef Heinrich von Pierer (u.a. Träger des Großkreuzes des Ordens des Infanten Dom Henrique).

Die Vorwürfe der griechischen Justiz wiegen dabei schwer. Es geht um gemeinschaftliche Bestechung in einem besonders schweren Fall. Damit zusammenhängend soll die Legalisierung von Einnahmen aus krimineller Tätigkeit über Geldwäscherei praktiziert worden sein. Sollten die verdächtigen Personen schuldig gesprochen werden, droht ihnen möglicherweise lebenslange Haft.

Von deutscher Seite aus konnte zu der allgemeinen Lage in Griechenland vernommen werden, dass es bei der Rechtssicherheit hapere. Für "Investoren" stelle dies eine enorme Unsicherheit dar. Griechenland wurde dabei in der Vergangenheit des Öfteren damit in Verbindung gebracht, dass dort eine "lähmende Bürokratie" vorherrschen würde, ein korrupter Staatsapparat vorhanden sei und auch "willkürliche Finanzämter" ein Problem darstellen würden. Mittlerweile finden durch die Troika "gewisse Umbaumaßnahmen" im Land statt, damit Griechenland die nächste Kredittranche erhält.

Weitere Informationen zur Thematik der Justiz-Ermittlungen, erhalten Sie im Artikel "Ex-Siemens-Vorstände im Visier der Athener Justiz", unter der Quelle von Handelsblatt.

Quelle: Handelsblatt - Bild: flickr (symbolisch)

  
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