EU-Kommission: Möglicher Einsatz von DNS-Sperren gegen Glücksspielseiten geplant


(C) Ross Elliott, 2008, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Glück im Leben ist selten. Viele Menschen versuchen es im Internet zu finden, bei den sehr beliebten Glücksspielen. Doch wenn es nach der EU-Kommission geht, ist damit bald Schluss. Man plant nämlich den Zugriff auf derartige Seiten per DNS-Sperre zu blockieren.

Am vergangenen Dienstag wurde seitens der EU-Kommission ein entsprechender Aktionsplan vorgestellt. Mit diesem will man gegen Online-Glücksspiele vorgehen. Mit den EU-Mitgliedsstaaten plant man daher eine enge Zusammenarbeit, um so das Sperrkonzept zu etablieren. Die unregulierte „Zockerei“ im Internet könnte also schon bald ein Relikt der Vergangenheit sein.

Seitens der Glücksspielseitenbetreiber dürfte dieses Vorgehen, durch die EU-Kommission, eher als "unappetitlich" angesehen werden. Man kann sich durchaus auf Gegenwind dieser Anbieter gefasst machen. Besonders kritisch sieht man die sogenannten DNS-Sperren, welche EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier angekündigt hat, um so die Anbieter von Online-Glücksspielen "zu zähmen".

Das Glücksspiel im Internet boomt seit vielen Jahren. Daher wolle man bei der EU-Kommission eine Vereinheitlichung durchsetzen, um so den Markt zu regulieren. Betroffen davon wären etwa Sportwetten, Lotterien oder Online-Poker. Auch ordentlich Geld könnte man hier einsammeln, seitens der EU-Kommission schätzt man den Gesamtumsatz der Branche auf circa 90 Milliarden Euro ein.

Ob diese geplanten "Regulierungsmaßnahmen" der EU-Kommission fruchten werden, muss abgewartet werden. Eine ganz andere Frage wird dabei noch sein, ob derartige "Regulierungen" nicht auch noch auf andere Teile des Internets ausgeweitet werden.

Quelle: Heise - Bild: flickr (symbolisch)

  
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