Die Dampfmaschine - Revolution in der Technik


(C) Markus Schweiß, 2005, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Die Dampfmaschine (auch Kolben-Wärmekraftmaschine) ist die älteste wirtschaftlich genutzte Wärmekraftmaschine. Sie findet auch heute noch Anwendung in Dampflokomotiven, Kraftwerken und als Schiffsantrieb. In der Dampfmaschine wird die Energie des unter hohem Druck stehenden Dampfes ausgenutzt.

Die Wirkungsweise kann wie folgt beschrieben werden: Im Dampfzylinder befindet sich ein freibeweglicher Kolben, auf den der Druck des Dampfes abwechselnd von der einen und von der anderen Seite wirkt. Das wird durch einen Steuerungsmechanismus bewirkt (Schieber, Ventile). Dadurch bewegt sich der Kolben (bewegliches Bauteil) zwischen beiden Endlagen (Totpunkten) hin und her.

Die Hin- und Herbewegung wird über die Kolbenstange (Maschinenelement), das Kreuzgelenk, die Pleuelstange auf die Kurbelwelle übertragen. Auf der Kurbelwelle sitzt das Schwungrad mit einer großen Masse. Die im rotierenden Rad gespeicherte kinetische Energie sorgt für einen gleichmäßigen Gang der jeweiligen Maschine.

Die Urform der Dampfmaschine geht auf den französischen Physiker Denis Papin (1690; war Physiker, Mathematiker und Erfinder) zurück. Ein Modell zu diesem technischen Wunderwerk kann man auch im Spielzeugfachhandel kaufen - dieses gibt es teilweise sogar mit einem elektrischen Motor, den man selbst anmontieren muss.

Sie wurde wiederholt verbessert, insbesondere von James Watt. Iwan Iwanowitsch Polsunow entwickelte 1765 eine ähnliche Maschine. Die technische Nutzung der Dampfmaschine führte zu einer gewaltigen Entwicklung der Produktivkräfte. Der Wirkungsgrad der Dampfmaschine ist gering; deshalb wird sie heute kaum noch genutzt und durch Dampfturbinen, Elektro- und Dieselmotoren ersetzt.

Bild: Wikipedia (symbolisch)

  
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