Das Christentum ist seiner Anfangszeit


Die Bergpredigt Jesu. Bild von Carl Bloch

Zwischen verschiedenen Volksrevolutionen und der neuen Zuwendung des Glaubens kann man die damaligen Zeiten als relativ Wild bezeichnen und sich wohl in den heutigen Tagen kaum noch vorstellen.

Als zu Beginn unserer Zeit in einigen Provinzen Propheten auftauchten, die das nahe Ende der verhassten römischen Herrschaft und den Anbruch des „Reiches der Gerechten", des "Gottesreiches", verkündeten (prophezeiten), gewannen sie bei den unterdrückten und ausgeplünderten Volksmassen schnell Anhänger.

Das Volk suchte im Christentum (Das Christentum ist eine Weltreligion, die aus dem Judentum hervorging) - die Legenden nennen Jesus Christus als Religionsstifter - Ausweg und Trost. Als „Religion der Sklaven, Freigelassenen, der Armen und Rechtlosen, der von Rom unterjochten und zersprengten Völker" breitete sich das Christentum trotz Verfolgungen rasch über das gesamte Römische Reich aus.

Während das ältere Christentum den Sklavenhalterstaat abgelehnt hatte (Christenverfolgungen), kam es im 4. Jahrhundert zu einer Interessenannäherung zwischen weltlicher und kirchlicher Macht. Diese allmähliche Wandlung der christlichen Kirche zu einem Instrument der Aufrechterhaltung der römischen Klassengesellschaft bewog Kaiser Konstantin (Flavius Valerius Constantinus) 313 im Mailänder Edikt, sie unter seinen besonderen Schutz zu stellen.

Das Christentum wurde Staatsreligion und erhielt bedeutende Vorrechte, unter anderem das Recht, Erbschaften und Schenkungen anzunehmen. In weniger als 50 Jahren wurde die christliche Kirche zum reichsten Großgrundbesitzer. Das Christentum wurde bald zu einer Weltreligion.

Bild: Wikipedia (symbolisch)

  
Bücherindex Bild Link