Kosovo: Gewaltsame Auseinandersetzungen vor dem Parlament


(C) Shkumbin Saneja, 2008, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Zuletzt gab es zwischen Deutschland und dem Balkan "gewisse Irritationen", nachdem Norbert Lammert (Präsident des Deutschen Bundestages) ausgeschlossen hat, dass Kroatien im kommenden Jahr der EU beitreten könnte. Die Europäische Union sei durch die Eurokrise derzeit nicht dafür gewappnet, weitere Staaten aufzunehmen, hieß es.

In dem Balkan-Staat Kosovo kam es nun zu handfesten Auseinandersetzungen. Hier hatten hunderte Albaner vor dem Sitz der kosovarischen Regierung demonstriert, wobei es zu teils gewaltsamen Auseinandersetzungen kam. Grund für diese Irritationen war nicht etwa die Thematik EU, sondern vielmehr die neu aufgenommenen Gespräche mit Serbien. Bei den gewaltsamen Protesten flogen Steine, Eier und andere Dinge gen Polizei, diese erwiderte die Attacken mit Tränengas.

Aus einem Artikel bei "Focus" geht hervor, bislang jedoch noch unbestätigt, dass es auf beiden Seiten zu Verletzten gekommen sei. Mit der durchaus "heftigen" Demonstration wollte man durchsetzen, dass die Kosovo-Regierung Verhandlungen mit dem verhassten Nachbarn Serbien aufnimmt. Diesen nun aufgenommenen Verhandlungen waren bereits in der vergangenen Woche Gespräche zwischen dem serbischen und kosovarischen Regierungschef vorausgegangen, dafür traf man sich unter EU-Vermittlung in Brüssel.

Nach Medienberichten soll die gewaltsam ausgeartete Demonstration vor dem Parlament durch die größte Oppositionspartei "Vetevendosje" organisiert worden sein. Diese Oppositionspartei erhält seit geraumer Zeit starken Zulauf, da man die Regierungsparteien für die anhaltenden sozialen und wirtschaftlichen Probleme verantwortlich macht.

Quelle: Focus - Bild: flickr (symbolisch)

  
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