Griechenland: Opposition will möglicherweise Neuwahlen erzwingen


(C) Ana Raquel S. Hernandes, 2009, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Die griechischen Irritationen haben in der nahen Vergangenheit deutlich gemacht, dass der "Baum brennt". Die von der Troika aufoktroyierten Maßnahmen stießen dabei auf weitläufigen Widerstand in der griechischen Bevölkerung. Nachdem so etwas wie eine Einigung zwischen der Athener Regierung und der Troika beschlossen wurde, zeigte sich die Opposition des Landes gar nicht begeistert davon.

Nun droht man mit heftigem Widerstand gegen das fertige Sparpaket. Mittlerweile ist der Streit schon dermaßen aus dem Ruder gelaufen, dass seitens der Opposition dazu aufgerufen wird, dass "Massen-Rücktritte" vollzogen werden müssten, dies würde wiederrum dazu führen, dass in Griechenland Neuwahlen an der Haustür anklopfen.

Eigentlich ist geplant, dass durch die Umsetzung des Sparpakets Griechenland neues Geld zufließen soll. Dabei zeigte sich zuletzt aber, dass in der griechischen Bevölkerung eine eher ablehnende Haltung gegen diese Sparmaßnahmen vorherrscht. Mittlerweile gesellen sich auch immer mehr Politiker aus Griechenland dazu und verkünden gar offenen Widerstand gegen die Sparmaßnahmen. In der allgemein irrationalen Lage in Griechenland, kam es zuletzt dazu, dass ein Abgeordneter (Nikos Stavrogiannis), der Partei Nea Dimokratia, aus der Partei ausgeschlossen wurde, da er sich weigerte dem Sparpaket zuzustimmen.

Würde es wirklich zu derartig geplanten Massen-Rücktritten kommen, müssten wohl Neuwahlen stattfinden. Eine dann an die Macht kommende Regierung würde wahrscheinlich derart gestrickt sein, dass diese das aktuell beschlossene Sparpaket "umweltgerecht" entsorgen wird. Die Troika würde damit scheitern. Ob damit sogar ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone verbunden wäre, muss die Zukunft zeigen.

Weitere Informationen zu diesen neuen griechischen Irritationen, erhalten Sie im Artikel "Sparpaket vor dem Scheitern: Griechische Opposition will Neuwahlen erzwingen", unter der Quelle von DWN.

Quelle: DWN - Bild: flickr (symbolisch)

  
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