Deutschland: Lammert verärgert Kroatien mit seinen Sprüchen


(C) JasonParis, 2011, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Eigentlich dachten die Kroaten, dass sie in der EU willkommen sind. Nach den zuletzt getätigten Äußerungen des deutschen Bundestagspräsidenten Lammert scheint dieser Willkommensgruß jedoch "ein wenig" in Bedrängnis zu kommen. Für die Kroaten, die eigentlich fest damit gerechnet hatten, bald der EU beitreten zu können, ist dies ein echter Schock. Die ablehnende Haltung Lammerts geht u.a. auf ein zuletzt geführtes Interview mit der "Welt am Sonntag" zurück. In diesem Interview ging es um die allgemeine Thematik des EU-Beitritts von Balkanstaaten, damit eingeschlossen also auch Kroatien.

Durch die Eurokrise bedingt, so Lammert, seien neue Mitglieder für die Europäische Union nicht verkraftbar, demnach müsse man hier eine klare Absage erteilen, was die Neuaufnahme von Ländern in die EU angehe. Für die nähere Zukunft hält Lammert die heutige EU für "nicht erweiterungsfähig". Die aufgebrachte Reaktion von kroatischer Seite folgte zugleich. Eigentlich war geplant, dass Kroatien Mitte 2013 in die EU aufgenommen wird. Doch auch in anderen Balkanstaaten gingen die Äußerungen Lammerts "herum". Hier spekuliert man derzeit, ob die starke Bundesrepublik Deutschland dem Balkan gerade seine Beitrittsperspektive nehmen will.

Speziell auch in Serbien, Mazedonien und dem Kosovo wurde heiß darüber diskutiert, was mit den getätigten Äußerungen Lammerts direkt "gemeint sein könnte". Die diplomatischen Irritationen ließen nicht lange auf sich warten. Inzwischen soll in Berlin ein "zugiger Wind" wehen, was die allgemeine Beziehung nach Zagreb angeht. In diplomatisch-verschlüsselter Sprache sagte der kroatische Präsident Stjepan Mesic: Er verstehe die Äußerungen des Bundestagspräsidenten als "freundschaftliche Warnung". Weitere Informationen dazu, erhalten Sie im Artikel "Lammert verärgert EU-interessierte Kroaten", unter der Quelle von "Welt".

Quelle: Welt - Bild: flickr (symbolisch)

  
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