Der Einsatz von Uranmunition: Immer mehr missgebildete und tote Kinder im Irak


Uranmunition und andere Kriegsverbrechen gegen die Menschlichkeit

Uranmunition ist gar ein teuflisches Werk. Bereits im Fachbuch "Uranbomben" (ISBN: 978-3897064188) stellte Frieder Wagner heraus, dass der Einsatz von Uranmunition zu verschiedenen Problemen führt. Im Irak sollten etwa "Massenvernichtungswaffen" des Hussein-Clans "sichergestellt" werden. Doch kurze Zeit später kam heraus, dass dieser vorgeschobene Kriegsgrund eher aus dem Reich der Märchen und Sagen entsprungen war.

Das war nach dem Einmarsch in den Irak jedoch egal, vielmehr noch, man fand zwar keine irakischen Massenvernichtungswaffen des Hussein-Regimes (das die USA zuvor selbst als "wohlwollendes" installiert hatten), doch man fing nun selber an Massenvernichtungswaffen zum Einsatz zu bringen, nämlich Uranmunition/Geschoße.

Diese Waffen müssen geächtet und ein weltweites Verbot muss [endlich] durchgesetzt werden, denn eine gegebene Legitimation für den völkerrechtswidrigen Einsatz derartiger Waffen ist und kann nicht vorhanden sein. Der US-amerikanische Friedensforscher Doug Westerman nennt den Einsatz von Uranmunition gar "Ein Verbrechen gegen Gott und die Menschheit". Vor allem die USA nutzten bereits seit dem ersten Golfkrieg derartige Waffentechnologie.

Die US-Army konnte dabei auf eine stillschweigende Duldung des scheinbar okkupierten NATO-Bundes vertrauen. Seit dem Golfkrieg 1991 wurden mehrere tausend Tonnen Uranmunition (u.a. urangehärtete Bomben und Granaten) in verschiedenen Ländern verschossen. Doch nicht nur im Irak kam diese deutlich langsamer (und wohl auch über Generationen hinweg) wirkende Massenvernichtungswaffe zum Einsatz. Bereits im Krieg 1991 wurde Uranmunition eingesetzt. Doch damit nicht genug, die Kriegsverbrechen gingen nahtlos weiter. In Bosnien, Jugoslawien, im zweiten Irak-Krieg, in Afghanistan und in weiteren Ländern kamen diese Waffen ebenfalls direkt zum Einsatz.

Seit dem Jahr 2003 haben Großbritannien und die USA etwa 2000 Tonnen an abgereichertem Uran auf den Irak abgefeuert. Doch nicht nur diese Massenvernichtungswaffen kamen und kommen zum Einsatz. Daneben gesellen sich ebenfalls eher unappetitliche Dinge wie Munition, welche hochtoxische Blei- und Quecksilberanteile enthalten. Die Anzahl der (teils extremen) Fehlgeburten im Irak ist zuletzt auf ein erhebliches Rekordlimit angestiegen. Daneben leiden viele Menschen an schweren Erkrankungen. In der Region Falludscha ist heute jedes zweite Neugeborene missgebildet.

Auch die Umweltorganisation "Green Peace" warf den USA bereits in der Vergangenheit vor, dass diese illegal über 2000 Tonnen (seit dem Jahr 2003 im Irak) abgereichertes Uran militärisch eingesetzt hätten. Bereits während des ersten Golfkrieges wurden etwa 800 Tonnen verschossen. Das irakische Volk habe daher immer häufiger mit bösartigen Tumoren und verschiedenen Arten von Krebs zu kämpfen.

(Springerlink; Iraq Metal exposure Human birth defects, Folate-dependent birth defects; Published online: 16 September 2012; Metal Contamination and the Epidemic of Congenital Birth Defects in Iraqi Cities; M. Al-Sabbak • S. Sadik Ali • O. Savabi • G. Savabi • S. Dastgiri • M. Savabieasfahani)

Aus einer aktuellen Studie (siehe Springerlink unten) geht u.a. hervor, dass im Fall der irakischen Stadt Falludscha teils schwere Zustände bei der Gesundheit der Bevölkerung vorherrschen würden. Im Rahmen der Studie wurden 56 Familien untersucht. Man stellte fest, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen den militärischen Aktionen und einer erhöhten Anzahl von missgebildeten Neugeborenen und Fehlgeburten gab.

In den Dokumenten der Studie sind ebenfalls Bilder enthalten, welche teils krass missgebildete Kinder zeigen. Doch nicht nur in Falludscha stellte man neue Nachforschungen an. Ebenfalls wurden Familien in Basra untersucht. In diesem Teil des Iraks fielen 2003 britische Truppen ein.

In der aktuellen Studie stellte man gesondert fest, dass die Folgen der Blei- und Quecksilberverseuchungen hauptsächlich Geburtsfehler, Herzfehler, Funktionsstörungen des Gehirns und missgebildete Gliedmaßen hervorbrachten. Weitere Hintergrundinformationen dazu, erhalten Sie in der unten verlinkten Quelle (Englisch) in der Studie bei Springerlink. Gleichermaßen führt Sie die Quelle von Gegenfrage direkt zum deutschsprachigen Beitrag der Fälle im Irak (u.a. Falludscha, Basra).

Quelle: SpringerLink (Studie), Gegenfrage (DE), Independent (UK)

  
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