Spanien in der Krise: Nun melden auch die Balearen Finanzbedarf an


(C) Antoni Sureda, 2005, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Nicht nur die Griechen scheinen aus dem letzten Loch zu pfeifen, auch in Spanien verschärft sich die allgemein-irrationale Lage stetig weiter. Bereits die Region Katalonien meldete vor einiger Zeit finanziellen Bedarf bei der Zentralregierung in Madrid an. Mittlerweile scheinen auch die balearischen Inseln in gewisser "finanzieller Not" zu stecken.

Wie aus einer offiziellen Erklärung hervorgeht, sollen Mallorca und die anderen balearischen Inseln die Regierung in Madrid um finanzielle Hilfe gebeten haben. Am letzten Freitag teilte man durch die Regierung in Palma de Mallorca mit, dass man aus dem Hilfsfonds etwa 355 Millionen Euro benötigen würde. Normalerweise zählen die Ferieninseln Ibiza, Mallorca und Menorca zu den reichsten Regionen Spaniens.

In der Zeit zwischen den Jahren 2003 und 2007 kam es zu einer Serie von Korruptionsskandalen. Der damalige Regierungschef Jaume Matas wurde deswegen im März dieses Jahres zu einer sechsjährigen Haftstrafe verurteilt. Dabei muss angemerkt werden, dass das gefällte Urteil noch nicht rechtskräftig ist. Doch nicht nur Katalonien und mittlerweile auch die reichen Balearen scheinen finanzielle Unterstützung zu brauchen.

Insgesamt haben 6 der 17 Regionen in Madrid um Hilfe gebeten. Dazu zählen die spanischen Regionen Valencia, Katalonien, Andalusien, die Kanaren, Kastilien-La Mancha und auch Murcia. Der benannte Hilfsfonds hat einen Gesamtumfang von etwa 18 Milliarden Euro. Dieser soll finanzschwache Regionen in Spanien stützten. Die bislang gestellten Hilfsgeldforderungen belaufen sich bereits auf etwa 90 Prozent der zur Verfügung stehenden Summe.

Dass durch die finanziell eher schlechte Lage weitere Hilfsforderungen anstehen werden, ist bereits aus der heutigen Sicht heraus zu erwarten. Ob es eine Aufstockung des Hilfsfonds geben wird, muss abgewartet werden. Zuletzt hatte u.a. die spanische Region Katalonien angestrebt, sich von der Zentralregierung Madrid abzuspalten, wenn die geforderten Hilfsgeldzahlungen nicht geleistet werden.

Quelle: HAZ - Bild: Wikipedia (symbolisch)

  
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