Russland will bis Jahresende S-400 Raketenabwehrsysteme an Grenze zur Türkei fertigstellen


(C) UMNICK, 2009, Bild: Wikipedia (gemeinfrei)

Die derzeitig vorherrschende Lage im Nahen Osten kann eher als "unappetitlich" bezeichnet werden. Die Gewaltspirale nimmt dabei anscheinend täglich weiter zu. Experten fürchten gar, dass der ganze Nahe Osten "in Flammen aufgehen wird". Diese Dinge scheint man auch in Russland aufziehen zu sehen. Aus Medienberichten geht nun hervor, dass Russland sein Raketenabwehrsystem des Typs S-400 an den Grenzregionen zur Türkei installieren möchte.

Diese eingeschlagene Taktik soll damit begründet sein, dass man sich gegen das NATO-Raketensystem zur Wehr setzen möchte. Durch dieses fühlt sich Russland bedroht. Die Beziehungen zwischen Russland und der Türkei hatten zuletzt ebenfalls gelitten, nachdem "gewisse Irritationen" eingeschlagen sind. Durch den Militäroffiziellen Igor Gorbul gab man an, dass Russland bis Ende des Jahres die Installation des S-400-Flugabwehrsystems in der Grenzausrichtung zur Türkei abschließen wolle.

Dabei betonte man durch den russischen Colonel Igor Gorbul, Sprecher des südlichen Militärdistrikts Russlands, dass dieses Raketensystem dazu in der Lage sei, bis zur Stratosphäre vorzudringen. Dort könnten etwa ballistische Raketen sowie alle Arten von Flugzeugen abgeschossen werden. Man sehe seitens Russlands die Gefahr, dass das zuletzt aufgebaute NATO-Raketenabwehrsystem in Ost-Anatolien direkt im geo-strategischen Planungsfeld gegen Russland gerichtet ist.

Bei der Plattform "Gegenfrage" geht man hierbei auch speziell auf die letzte türkisch-russische Irritation ein. Hier wurde durch türkische Kampfjets ein syrisches Flugzeug in Richtung Ankara eskortiert, da man seitens der Türkei russische Waffen an Bord der Maschine vermutete. Da auch russische Staatsbürger in der Maschine waren, sah man durch dieses Unterfangen das Leben der Russen gefährdet.

Danach sagte zwar der russische Außenminister Lawrow, dass sich die russisch-türkischen Beziehungen auf einer "solide Grundlage" befinden, doch in diplomatischer Sprache könnte damit auch genau das Gegenteil gemeint sein.

Von türkischer Seite aus konnte zuletzt, durch den Premierminister Recep Tayyip Erdogan, vernommen werden, dass die Türkei Spezialisten damit beauftragt habe, um die Entwicklung von Raketen zu optimieren. Die Raketen sollen demnach einen "optimierten" Aktionsradius von bis zu 2500 km erhalten.

Auch die türkische Rüstungsindustrie sprach man dabei an. Hier wird geplant, dass diese "stark ausgebaut werden soll". Durch diese Maßnahmen solle das Land künftig mit der nötigen militärischen Ausstattung aus eigener Produktion versorgt werden.

Quelle: Gegenfrage - Bild: Wikipedia (symbolisch, zeigt "S-400")

  
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