Ausbau von Glasfasernetzen: Deutschland hinter Rumänien


(C) Gerrit Quast, 2006, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Der Ausbau der Glasfasernetze sollte ein großer Wurf werden. Doch bezogen auf Deutschland scheint aus diesem Wurf nichts geworden zu sein. Nach einem aktuellen Bericht steht Deutschland sogar noch hinter Rumänien in der Rangliste des Glasfaserausbaus.

In der aktuellen Auswertung des "FTTH Council Europe" (Branchenverband der Netzausrüster) werden 22 Staaten aufgelistet, bei denen mindestens ein Prozent der Haushalt über einen Glasfaseranschluss verfügt. In Norwegen hat man dabei festgestellt, dass hier die meisten FTTH-Anschlüsse (Anschluss bis zum Haushalt) vorhanden sind.

Bei Litauen sind es zwar weniger, jedoch sind hier die sogenannten FTTB-Anschlüsse (Anschluss bis zum Gebäude) deutlich ausgebauter. Den letzten Platz in der 22er-Liste nimmt Rumänien ein, knapp darüber sind Italien, Spanien und Luxemburg, die unter den letzten Plätzen rangieren. Die ersten drei Plätze werden durch den Anführer Litauen, das zweitplatzierte Norwegen und auf dem dritten Platz durch Schweden eingenommen.

Einer fehlt in der Auflistung, Deutschland. Dies liegt daran, dass in der Liste nur Platzierungen aufgeführt sind, bei denen mindestens ein Prozent der Haushalte oder Gebäude über einen Glasfaser-Anschluss verfügen. Deutschland liegt also unter einem Prozent. Das würde wiederum bedeuten, dass nicht einmal ein Haushalt von hundert einen solchen Anschluss hat.

Seitens des Direktors des FTTH-Verbandes, Hartwig Tauber, erklärte man zu diesem negativen Ergebnis, dass Deutschland hier "eine Chance verpassen würde". Ein Glasfaseranschluss ist dabei deutlich schneller als DSL oder TV-Kabel.

Weitere Hintergrundinformationen und auch Ergebnisse der noch schlechter als Deutschland platzierten Länder, erhalten Sie im Artikel "Deutschland beim Turbo-Internet hinter Rumänien", bei der Quelle von "Die Welt".

Quelle: Die Welt - Bild: flickr (symbolisch)

  
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