Antrag gescheitert: Pussy Riots Anhängerinnen müssen ins Straflager


(C) kikasso, 2012, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Der Prozess um die sogenannten Punkrockerinnen hatte in den letzten Wochen die Gemüter rund um den Globus erhitzt. Nachdem zuletzt eine der Pussy-Riots Mitstreiterinnen aus der Haft auf Bewährung entlassen wurde, müssen die beiden anderen Frauen weiterhin "einsitzen". Zuletzt hatten die Rechtsanwälte der zwei Pussy-Riots Mitgliederinnen einen Antrag auf Verlegung in "normale Haft" eingebracht.

Dieser Antrag ist nun gescheitert. In Russland ist es möglich, dass neben einer Haft in einem "normalen Gefängnis", auch Haft in einem sogenannten "Straflager" verbüßt werden kann. Die beiden Punkbandmitgliederinnen müssen nun wohl in eine russische Strafkolonie.

Seitens der Anwälte hatte man bis zuletzt versucht, dass die beiden Frauen in dem Gefängnis ihre Reststrafe absitzen müssen, in dem sie bereits die Untersuchungshaft verbrachten. Bei den nun abgelehnten Anträgen hatten die beiden Pussy-Riot-Anhängerinnen argumentiert, dass es die Versetzung aus dem Gefängnis unnötig verkomplizieren würde, um so Kontakt mit der Familie zu halten.

Bei den beiden Frauen handelt es sich um Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina. Ein solch russisches Strafgefangenenlager zeichnet aus, dass in den Baracken bis zu 150 Insassen untergebracht werden. Hierin sah man eine Gefahr für die Sicherheit und für die Gesundheit der beiden Frauen, sagten die Anwälte.

Eine solche Straflagerbaracke sei nicht das gleiche, wie ein Zelle für vier Personen, sagte einer der Anwälte (Mark Feigin) gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Das Straflager liegt etwa 100 Kilometer von Moskau entfernt, die dortig vorherrschenden Haftbedingungen gelten als deutlich härter als in einem "normalen" Gefängnis.

Quelle: WiWo - Bild: flickr (symbolisch)

  
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