Unternehmen: Microsoft droht neue Milliarden-Klage der EU


(C) SeattleClouds.com, 2010, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Nicht nur Google scheint derzeit einigen Ärger am Hals zu haben. Zuletzt wurde hier bekannt, dass die FTC in den USA eine Klage wegen Wettbewerbsstreitigkeiten vorbereitet. Die Entscheidung zur Klageerhebung soll wohl noch in diesem Jahr getroffen werden. Aber auch in der EU prüft man gegen Google derzeit wettbewerbsrechtliche Schritte, wie man zuletzt aus verschiedenen Medienberichten entnehmen konnte.

Bei Microsoft sieht es derzeit nicht unbedingt besser aus. Auch dem US-Softwareriesen droht offenbar eine neue Strafzahlung. Die Höhe ist dabei eher als "unappetitlich" zu bezeichnen. Nach einem Bericht vom „Schweizer-Tagesanzeiger“ soll die benannte Strafzahlung wohl einen Umfang "in Milliardenhöhe" haben. Zurückgegangen waren diese Informationen ursprünglich auf einen Artikel des deutschen Nachrichtenmagazins "Spiegel".

Demnach möchte die EU-Kommission den US-Softwareriesen noch in diesem Monat anklagen. Dies aus dem Grund, da Microsoft wohl abermals gegen Auflagen der EU-Wettbewerbsbehörde verstoßen hat. Bei diesem Fall handelt es sich um einen, der bereits auf das Jahr 2009 zurück geht. Damals hatte sich Microsoft in einem Kartellverfahren dazu verpflichtet, dass beim Verkauf seiner Betriebssystemsoftware "Windows" auch Internetbrowser der Konkurrenz mit implementiert/angeboten werden.

Im Sommer 2012 habe man dann feststellen müssen, dass beim Microsoft Betriebssystem "Windows 7" etwa 28 Millionen Einheiten vertrieben wurden, bei denen keine Browser der Konkurrenz implementiert waren. Seitens Microsoft führte man dies auf einen "technischen Fehler" zurück.

Damals entschuldigte man sich für diesen Fehler und gelobte Besserung, außerdem besserte mal eilig nach, um den Missstand aus der Welt zu schaffen. Die EU-Wettbewerbsbehörde kündigte nun trotzdem "ernste Konsequenzen" gegen Microsoft an. Bereits in der Vergangenheit musste Microsoft für ähnliche Verstöße mehr als 1,6 Milliarden Euro bezahlen.

Quelle: Tagesanzeiger - Bild: flickr (symbolisch)

  
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