Türkischer Minister fordert EU zur Aufnahme von Syrien-Flüchtlingen auf


(C) World Economic Forum, 2012, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Durch die zunehmenden Spannungen, im Konflikt Syrien-Türkei, forderte man nun seitens der Türkei, dass Europa Flüchtlinge aus Syrien aufnehmen müsse. Dies gab man vor dem offiziellen Treffen der EU-Außenminister an diesem Montag (Luxemburg) bekannt.

Seitens des sog. türkischen EU-Ministers, Egemen Bagis, gab man zu verstehen, dass Europa nun über die Menschen nachdenken sollte, welche als Bürgerkriegsflüchtlinge ihr Land Syrien verlassen mussten. Viele Menschen seien bereits in die Türkei geflohen.

Mittlerweile seien dort mehr als 80.000 syrische Flüchtlinge angekommen, so Bagis. Durch diese stetig anwachsende Zahl von syrischen Bürgerkriegsflüchtlingen müsse die EU nun handeln. Bagis sagte dazu, dass man den auf der Flucht befindlichen Menschen einen "sicheren Hafen" bieten müsse. Es werde "endlich Zeit, dass Europa hilft". Seitens Bagis kritisierte man auch, dass von der Europäischen Union bislang eher "wenig gekommen sei", was die Aufnahme von syrischen Flüchtlingen angeht.

Bei der EU habe man Zelte und Decken für die Flüchtlinge bereitgestellt. Hierbei sprach man auch die "finanzielle Hilfe der EU" an, um so "syrischen Flüchtlingen" in ihrer Situation zu helfen. Nach letzten Angaben der UN sind mittlerweile mehr als 350.000 Menschen aus Syrien auf der Flucht in andere Länder. Zur deutschen Bundesregierung sagte man von türkischer Seite aus, dass diese zwar nicht gänzlich ausgeschlossen habe, dass Flüchtlinge aufgenommen werden, man wolle aber "zuerst im Krisengebiet Hilfe leisten".

Weiterhin sprach der türkische EU-Minister Egemen Bagis an, dass die allgemeine Haltung der EU gegenüber der Hilfestellung im Syrienkonflikt, bezogen auf Hilfe für Flüchtlinge, eher "passiv" sei. Hierbei gab man ebenfalls an, dass syrische Flüchtlinge fragen würden: "Wo bleibt Europa?".

Der AKP-Politiker (Bagis) sehe, dass die eher passive Haltung der EU durch die Eurokrise begründet ist. In Europa herrsche so etwas wie ein "eingefrorenes Denken" vor, deshalb würde man sich nicht auf die Syrien-Flüchtlinge konzentrieren, sondern vielmehr auf die Eurokrise.

Quelle: NetzTicker - Bild: flickr (symbolisch)

  
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