Bei Siemens sieht man eher kein baldiges Ende der Wirtschaftskrise kommen


(C) Christian Kuhna, Siemens, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Die Krise ist vorbei! Nein, Scherz beiseite, die Krise fängt gerade erst an. Nicht nur die umliegenden Irritationen in Spanien, Portugal, Griechenland und Italien bilden den äußeren Kreis, des innerlichen Niedergangs in Europa. Mittlerweile ist man auch in den Kernländern der EU eher negativ im allgemeinen Ausblick eingestellt. Hierbei reagierte man in verschiedenen Branchen mit Stellenkürzungen und anderen Einsparmaßnahmen.

Auch der deutsche Konzern Siemens sieht zunehmend mehr "dunkle Wolken" aufziehen. Dabei erwartet man bei Siemens, dass die aktuelle Krise weitaus stärkere Auswirkungen haben wird, als der damalige Finanzcrash im Jahr 2008. Man gehe davon aus, dass in den kommenden Jahren das wirtschaftliche Umfeld "deutlich langsamer wächst", als man dies in den vergangenen fünf Jahren gesehen hat.

Bei Siemens bereitet man sich demnach auf ein "insgesamt niedriges Wachstum vor", sagte Peter Löscher gegenüber der Zeitung "Financial Times". Als Grund für dieses deutlich langsamere Wachstum der Weltwirtschaft sehe man, dass ein "Zugpferd" für die Weltwirtschaft fehle. Das eigentliche Zugpferd China habe derzeit massive Probleme mit seiner wirtschaftlichen Entwicklung.

Aber auch mit Blick auf die USA zeigt sich, dass auch deren Wirtschaft angeschlagen ist. Hier habe man mit einer hohen Arbeitslosigkeit und auch einem allgemein niedrigen Wirtschaftswachstum zu kämpfen. Auch auf die sogenannten Schwellenländer ging Löscher ein. Auch bei diesen erwarte man ein deutlich langsameres Wachstum, als man dies bisher gesehen hat.

Durch diese allgemeinen wirtschaftlichen Irritationen, rund um die Welt, bricht mehr und mehr eine der wichtigsten Stützen der Weltwirtschaft weg. Durch den allgemein-negativen Ausblick möchte man bei Siemens "Sparmaßnahmen umsetzen". Davon seien auch Arbeitsplätze betroffen, die abgebaut werden müssten, sagte Löscher weiter.

Quelle: DWN - Bild: Wikipedia (symbolisch)

  
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