USA: Leon Panetta sieht die USA für Cyber-Erstschlag bereit


(C) Monica King, 2011, Bild: Wikipedia (gemeinfrei)

Die wirtschaftliche Kriegsführung gegen verschiedene Länder wird bereits seit längerer Zeit praktiziert, auch die finanzielle Kriegsführung ist darin eingeschlossen. Aber auch im Cyberspace herrscht eine ähnliche Situation vor. Seitens des US-Verteidigungsministers, Leon Panetta, gab man nun bezüglich des Cyberkrieges zu verstehen, dass die USA zu einem präventiven Erstschlag in der Lage sind.

Mit diesem könnten Bedrohungslagen gegen die USA begegnet werden, sagte er. Gegen diese benannten "Bedrohungen auf das nationale Interesse der Vereinigten Staaten von Amerika" hätte sein Ministerium nun ein entsprechendes Mittel zur Hand, um dieses strategisch für einen präventiven Erstschlag zur Anwendung zu bringen.

Dafür bedürfe es lediglich den Befehl des US-Präsidenten. Das entsprechende Strategiepapier des US-Verteidigungsministeriums wurde bereits im Juli 2011 vorgelegt. Damals war in diesem jedoch noch keine Rede von einem eher "offensiven Vorgehen" im Cyberspace. Nachdem dann im November 2011 ein damals neuer Bericht des Pentagons "aufgetaucht" war, wurde durch diesen bekannt, dass die USA sich die "Fähigkeit entwickelt hätten, um offensive Operationen im Cyberspace zur Verteidigung der Nation, Verbündeter und anderer Interessen durchzuführen".

Eingebunden in die Strategie der Sicherheit für den US-Cyberspace sei auch das Department of Homeland Security. Seitens Panettas plane man nun, dass das Verteidigungsministerium seine eigenen Kompetenzen für die Abwehr von äußeren Angriffen ausweitet. Weiterhin machte Panetta diesbezüglich deutlich, dass sich das US-Verteidigungsministerium in Zukunft nicht nur für die eigene Infrastruktur zuständige fühle, sondern auch die gesamte Infrastruktur der Vereinigten-Staaten in diese neue Strategie mit einbezogen werde.

Zu den möglichen Gefahren, die der USA durch sog. Cyberattacken drohen, sagte der Chef des Verteidigungsministeriums, dass eine solche Attacke womöglich Teil eines größeren Angriffs auf die USA sein werde. Dies schließt auch mit ein, dass es Tote geben könnte, physische Zerstörungen eintreten und die Nation durch diese gesamtheitlichen Angriffe "paralysiert werden könne". In weiteren Angriff-Szenarien auf die USA ginge man davon aus, dass nicht nur andere Länder angreifen könnten, sondern auch "Extremisten" dazu in der Lage seien.

Diese könnte womöglich die Kontrolle über wichtige Schaltstellen des Landes erlangen, was etwa dazu führen würde, dass die Strom- und Wasserversorgung direkt gefährdet wären. Auch könnte anderer physischer Schaden entstehen, sagte Panetta. Hierbei sprach er etwa "Zugentgleisungen" an.

Quelle: Heise - Bild: Wikipedia (symbolisch)

  
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