ILO: Krise hat bisher weltweit 30 Millionen Arbeitsplätze verbrannt


(C) irina slutsky, 2009, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Durch die weltweite Finanz- und Konjunkturkrise bedingt, zeigt sich, dass durch diese weltweit mehr als 30 Millionen Jobs „verbrannt“ wurden. Eine Besserung der Lage scheint über kurz oder lang nicht möglich zu sein. Die globalen Arbeitslosenzahlen wurden zuletzt von der "Internationalen Arbeitsorganisation" (ILO) bekanntgegeben.

Diese stellte erschreckenderweise fest, dass knapp über 30 Millionen Menschen durch die immer noch vorherrschende Krise ihren Job verloren haben. Diesen Anstieg sieht man im Vergleich dazu, bevor die Krise ausgebrochen war. Seit diesem Zeitpunkt sind gut ein Drittel mehr an arbeitslose Menschen dazugekommen, heißt es.

Die weltweiten Arbeitslosenzahlen schwollen damit auf etwa 200 Millionen an. Diese aktuellen Daten wurden durch den ILO-Chef Guy Ryder in einer zuletzt gehaltenen Rede vor dem Internationalen Währungsfonds (IWF) in Tokio bekanntgegeben. Ebenfalls ging man auch auf eine "spezielle Untergruppe" der weltweiten Arbeitslosen ein.

Bei dieser handelt es sich um Menschen, die es aufgegeben hätten einen Arbeitsplatz zu finden. Diese Zahl ist mittlerweile auf gut 40 Millionen Männer und Frauen angestiegen, teilte man mit. Gleichzeitig betonte man seitens der ILO, dass sich die Arbeitslosenkrise weiter verschärfen könnte. Derzeit strömten jedes Jahr rund 40 Millionen Menschen neu auf den Arbeitsmarkt hinzu.

Man sehen deshalb, dass sich die Defizite bei der Schaffung von Arbeitsplätzen weiter vergrößern könnten. Weiter benannte man auch jene Gruppe von Menschen, die zwar einen Arbeitsplatz haben, jedoch unterhalb der Armutsgrenze mit ihrem Verdient lägen. Die Anzahl der Menschen, die nicht genug verdienen würden, um so ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, ist mittlerweile auf gut 900 Millionen angeschwollen.

Diese Menschen könnten sich und ihrer Familie kein Leben oberhalb der Armutsgrenze ermöglichen, hieß es. Hierbei sprach man auch die Sparmaßnahmen verschiedener Länder an, welche durch die vorherrschende Finanzkrise ergriffen wurden. Demzufolge würden diese staatlichen Sparmaßnahmen deutlich dazu beitragen, dass der weltweite Schaden tiefgreifender sei, als bisher angenommen wurde.

Quelle: Welt - Bild: flickr (symbolisch für "Arbeitslos")

  
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