Deutschland: Gefälle bei Gehältern nimmt weiter zu


(C) Maik Meid, 2011, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Bereits in der Vergangenheit war die Thematik um das sog. Gehaltsgefälle in Deutschland heiß diskutiert worden. Wie es nun scheint, könnte dieses Gehaltsgefälle weiter ansteigen. Die Reallöhne (der Lohn, welcher der tatsächlichen Kaufkraft entspricht) sind nun erstmalig, seit einer gut sechsmonatigen Pause, im zweiten Quartal dieses Jahres wieder angestiegen, heißt es vom Statistischen Bundesamt aus.

Die allgemeine Preissteigerung soll demnach bei gut 1,9 Prozent gelegen haben. Auf der Gegenseite hat sich bei den Löhnen ein Plus von etwa 2,5 Prozent entwickelt. Damit liegen diese also 0,6 Prozentpunkte über der allgemeinen Preissteigerung in Deutschland, so das Bundesamt. Eine Neuigkeit in diesem Bericht war, dass nun auch erstmalig die Reallöhne für Teilzeitkräfte und geringfügig Beschäftigte berechnet wurden.

Zuvor gab es lediglich Berechnungen für die Vollzeitbeschäftigten. Überraschend bei diesem aktuellen Bericht ist, dass Frauen eine etwas höhere Steigerung beim Gehalt verzeichnen konnten als Männer. Dabei muss jedoch deutlich gemacht werden, dass Frauen generell schlechter als Männer bezahlt werden. In den letzten vier Jahren - bis zum Jahr 2011 - konnten die Frauen jedoch ein durchschnittliches Plus von rund 9,6 Prozent verbuchen.

Bei den Männern lag dieses Plus im gleichen Zeitraum bei etwa 9,3 Prozent. Weiterhin machte das Statistische Bundesamt auf das Gehaltsgefälle aufmerksam. Hier stellte man fest, dass die Schere beim Verdienst weiter auseinander geht. Arbeitnehmer welche in leitenden Stellungen eingesetzt sind, erhielten im benannten Zeitraum ein Plus von durchschnittlichen 12,4 Prozent.

Angelernte Arbeitnehmer hatten hingegen nur einen Reallohnzuwachs von durchschnittlich 8,0 Prozent. Weitere Details zu den Einzelfeststellungen bei den Reallöhnen und auch zur angesprochenen Gehaltsschere, erhalten Sie im Artikel "Gehaltsgefälle in Deutschland wird größer", unter der Quelle von Welt.

Quelle: Welt - Bild: flickr (symbolisch)

  
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