Waffen vermutet: Türkei zwingt syrische Passagiermaschine zur Landung


(C) thefixer, 2002, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Die Spannungen im Nahen Osten flauten bis zuletzt nicht ab. Speziell im sich verfestigenden Konflikt zwischen Syrien und der Türkei zeigte sich bisher, dass die allgemeine Lage eher schlechter denn besser wird. Nun kann aus Medienberichten vernommen werden, dass türkische Kampfjets eine syrische Passagiermaschine zur Landung gezwungen haben.

Demnach sei die Maschine auf den Flughafen im türkischen Ankara gelandet. Man vermutete, dass diese aus Moskau kommende Maschine wohl Waffen oder Waffenteile geladen haben könnte, welche nach Syrien geschmuggelt werden sollten. Seitens des türkischen Außenministeriums forderte man andere Fluggesellschaften auf, dass diese nicht mehr über Syrien fliegen sollten.

Die benannte Maschine, welche zur Landung gezwungen wurde, kam aus Richtung Russland und wollte nach Syrien, zwei türkische Kampfjets hätten die Maschine abgefangen und bis zur Landung in Ankara begleitet. An Bord befanden sich demnach 35 Personen.

In diesem Zusammenhang kommentierte man speziell, dass es "Hinweise" und Verdachtsmomente gegeben habe, dass diese aus Russland kommende Maschine schwere Waffen oder Waffenteile an Bord haben könnte, diese sollten nach Syrien gebracht werden. Weiterhin gab man seitens des türkischen Außenministeriums an, dass derzeit eingesetzte Beamte das Flugzeug gründlich kontrollieren würden – bei einem möglichen Fund illegaler Gegenstände, sollten diese beschlagnahmt werden, heißt es.

Außerdem merkte man an, dass auch künftig weitere Passagiermaschinen zur Landung gezwungen werden. Am vergangenen Montag hatte das türkische Militär Kampfflugzeuge des Typs F-16 an die syrische Grenze verlegt. Russland zählt dabei als ein wichtiger Lieferant von Waffen für die syrische Regierung.

Auf Seiten der Türkei, Saudi-Arabiens, Frankreichs und weiteren Ländern stellt man Waffen für die sogenannten syrischen Rebellen (FSA) "zur Verfügung". Die vorherrschende Lage im Nahen Osten kann also durchaus als "explosiv" angesehen werden. Eine Besserung der Lage scheint über kurze Sicht nicht möglich zu sein.

Quelle: Spiegel - Bild: flickr (symbolisch)

  
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