US-Wahlen: Mitt Romney und seine Verbindungen zu Monsanto


(C) Gage Skidmore, 2012, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Auf den ersten Blick scheint Mitt Romney ein durchaus netter Mensch zu sein, auf den ersten Blick. Doch wenn man sich mit der Person des US-Präsidentschaftskandidaten der Republikaner ein wenig näher beschäftigt, wird es eher "unappetitlich" (im wahrsten Sinne des Wortes).

Die derzeitigen Wahlveranstaltungen in den USA sind dabei ein reines Schauspiel, die Amerikaner haben zwischen Pest und Cholera zu wählen. Zu Mitt Romney ist unter anderem bekannt, dass er bei dem Hedge-Fund-Giganten Bain & Company ein Projekt in Angriff nahm, um den Konzern Monsanto gründlich umzubauen.

Damals wurde beschlossen, dass der allgemein neue Fokus eher auf landwirtschaftliche Technologien (Agra) gerichtet werden soll. Das war etwa ein Jahr bevor der US-Kongress ein Gesetz zum Verbot von PCB (polychloriniertes Biphenyl) verabschiedet hatte. Dabei handelt es sich um eine geruchslose Flüssigkeit, die Krebs auslöst.

Diese machte zuvor einen wesentlichen Teil des erzielten Profits aus, den Monsanto eingefahren hatte. Bereits damals stand Monsanto wegen PCB in der Kritik und zugleich auch im Kreuzfeuer. Es ging um die Herstellung der dioxinhaltigen Agent Organge-Substanz. Diese wurde im Vietnam-Krieg eingesetzt und brachte millionenfaches Leid mit sich.

Dass der Ruf von Monsanto danach in gewisser Weise als „angekratzt“ bezeichnet werden kann, ist nicht verwunderlich. Ein neues Image und auch neue Produkte mussten her. Der damals bei Bain & Company eingesetzte Romney wusste von seiner großen Aufgabe. Nämlich den am Abgrund stehenden Konzern Monsanto aus dem Dreck zu ziehen.

Man musste das Image des Konzerns zum „neuen Glanz verhelfen“, denn durch die Todeswelle von Agent-Orange konnte der damalige Chemiegigant Monsanto keinen Fuß mehr aufs Trockene bekommen. Romney‘s Aufgabe kann dabei als „speziell“ bezeichnet werden. Die zu erwartende „königliche Entlohnung“ für seine Arbeit war zumindest Anreiz genug dafür, um ein neues Image für Monsanto aufzubauen.

Dies gelang auch über die Jahre. Nach und nach schafte man es, dass das Image von einem skandalträchtigen Chemiegiganten, hin zu einer scheinbar prestigeträchtigen Agra-Firma umgewandelt wurde. Kurz nachdem Mitt Romney die Universität Havard verlassen hatte, half er mit, dass die skandalösen PCB- und Dioxinskandale unter den Teppich gekehrt wurden.

Als direkter Funktionär von Bain & Company empfahl er Monsanto damals, dass sich das Unternehmen auf genetisch veränderte Anbausaaten und auch auf das profitable Unkrautvernichtungsmittel Roundup konzentrieren solle. In dieser Zeit hatte Monsanto immer noch mit einer Welle von Klagen und Prozessen zu kämpfen. In einem Vergleich musste man u.a. 180 Millionen US-Dollar bezahlen.

Dies aus dem Grund, da etwa 50.000 Soldaten Krebs bekommen hatten. Diese mussten nach den Versprüheinsätzen von Agent-Orange durch den verseuchten vietnamesischen Dschungel marschieren und atmeten dabei die hochtoxische Substanz ein. Aus heutiger Sicht wurden etwa 10 Millionen Amerikaner und Vietnamesen jeden Alters durch Agent-Orange verseucht und erkrankten dementsprechend.

Der damalige Einsatz von Agent-Orange in Vietnam kann dabei als die wohl bekannteste und größte Operation chemischer Kriegsführung in der Geschichte bezeichnet werden. Durch den erfolgreichen Imagewandel bei Monsanto hatte Romney ordentlich "Cash in the Tasch".

Mit diesem Kapital konnte er sich nun [u.a.] seinen Investmenttätigkeiten widmen. In dieser Position wurden zahlreiche Firmen platt gemacht und deren Arbeitern wurde die Pension geraubt. Sollte Romney Präsident werden, kann man sich schon heute ausrechnen, wer wohl am meisten profitieren wird.

Die Agra-Riesen, speziell Monsanto, nämlich. Big-Agra setzt daher viel daran, dass Romney zum neuen „König der Welt“ gekürt wird. Aber auch Obama scheint nicht wesentlich besser zu sein, speziell auch zur Thematik der genetischveränderten Lebensmittel. Damals versprach Obama noch: “Wir werden dafür sorgen, dass die Leute wissen, ob ihr Essen genetisch verändert wurde, weil Amerikaner wissen sollten was sie kaufen”.

Wie viele seiner anderen Versprechen, wurde auch dieses nicht gehalten - vielleicht war mit dem "Versprechen" auch nur gemeint, dass er sich versprochen hat. Weiterführende Informationen, speziell auch zu den Geldströmen von Monsanto und Romney, erhalten Sie im Artikel "1977: Als Mitt Romney Monsanto vom Chemie- zum Gentechnikkonzern machte", unter der benannten Quelle von Recentr.

1977: Als Mitt Romney Monsanto vom Chemie- zum Gentechnikkonzern machte

 

Quelle: Recentr - Bild: Wikipedia (symbolisch)

  
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