NSU: Sollten womöglich zwei LKWs mit brisantem Aktenmaterial gestoppt werden?


(C) André Karwath, 2011, (Haus der NSU in Zwickau), Bild: Wikipedia (nicht portiert) (CC BY-SA 2.5)

Im Fall der deutschen Neonazi-NSU-Terroristenzelle (NSU = Nationalsozialistischer Untergrund) gibt es nun eine brisante Neuentwicklung. Mittlerweile ist an die Medien durchgesickert, dass wohl zwei LKWs mit hochbrisanten Akten für den NSU-Untersuchungsausschuss in Berlin womöglich gar nicht ihr eigentliches Ziel erreichen sollten.

Seitens des thüringischen Innenministeriums erhebt man nun schwere Vorwürfe. Demnach hätten wohl andere deutsche Sicherheitsbehörden, anderer Bundesländer, versucht, dass die LKWs mit dem brisanten Aktenmaterial umkehren sollen. Würde sich dieser schwere Vorwurf bestätigen, kann durchaus von einem schwerwiegenden Fall gesprochen werden.

Eigentlich war man um Transparenz bemüht, hieß es zumindest von verschiedenen Seiten der staatlichen Sicherheitsbehörden. Mit diesem Vorfall jedoch, wird ein eher dunkles Licht auf die versprochene Transparenz geworfen. Vielleicht hat man sich in diesem Bezug auch einfach nur "versprochen"?

Nach den Informationen der "Thüringer Allgemeinen" soll am 28. September 2012, gleichzeitig zu den LKW-Transporten mit dem brisanten Aktenmaterial für den NSU-Untersuchungsausschuss, eine Telefonkonferenz der Sicherheitsbehörden der Länder stattgefunden haben.

Bei dieser Telefonkonferenz sollen verschiedene Vertreter anderer Bundesländer den thüringischen Vertreter gefragt haben, ob es wohl richtig sei, dass gerade ein Aktentransport auf dem Weg nach Berlin ist? Nach den Informationen der "Thüringer Allgemeinen" wurde diese Fragestellung bestätigt.

Danach hätten einige der Teilnehmer an der Telefonkonferenz den Wunsch geäußert, dass die beiden LKWs gestoppt werden sollten. Seitens Thüringens lehnte man diesen Wunsch jedoch ab. Danach haben verschiedene Vertreter anderer deutscher Bundesländer die Frage gestellt, wo denn gerade die betreffenden LKWs (Transporter) sind?

Von thüringischer Seite aus gab man dazu an, dass man schon aus Gründen der Sicherheit keine genaueren Fahrtrouten weitergeben könnte. Hierzu ist ebenfalls bekannt, dass die genauen Aufenthaltsorte sowieso nicht feststanden, da die entsprechenden LKWs über keine Satellitenortung verfügten. Seitens des thüringischen Innenministeriums wollte man an diesem Mittwoch nicht ausschließen, dass seitens anderer Sicherheitsbehörden versucht worden ist, dass die benannten Transporte massiv an der Weiterfahrt behindert werden sollten.

Bei dem transportierten Aktenmateriel handelt es sich unteranderem um nicht geschwärzte Akten, welche für den NSU-Untersuchungsausschuss in Berlin bestimmt waren. Zuletzt kritisierte man in der benannten Telefonkonferenz das Land Thüringen, dass dieses Aktenmaterial ungeschwärzt herausgegeben worden ist. Man sprach sogar Anschuldigungen aus, die bis hin zum Geheimnisverrat reichten.

Der thüringische Innenminister Jörg Geibert (CDU) betonte an diesem Mittwoch noch einmal, an dem derzeitigen Kurs (Transparenz) festzuhalten zu wollen, dem Bundestagsuntersuchungsausschuss (NSU) die gewünschten Akten in ungeschwärzter Form zu übergeben. Weitere Informationen zu diesen brisanten Entwicklungen, erhalten Sie im Artikel "Sollte NSU-Akten-Laster gestoppt werden?", unter der Quelle der "Thüringer-Allgemeinen".

Quelle: Thüringer-Allgemeine - Bild: Wikipedia (symbolisch)

  
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