Wegen Inselstreit: Japanische Autobauer geraten in Bedrängnis


(C) 100yen, 2002, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Der immer noch schwelende Inselstreit zwischen Japan und China scheint sich zunehmend zu verfestigen, auch aus wirtschaftlicher Sicht heraus. Mittlerweile soll bereits so etwas wie ein "Wirtschaftskrieg" ausgebrochen sein, so benennt man es in verschiedenen Medienberichten. Durch die Streitigkeiten bedingt, ächzt nun auch die japanische Automobilindustrie.

Die Absatzzahlen dieser waren zuletzt stark eingebrochen. Damit dürfte der Druck auf die japanische Regierung weiter zunehmen. Der Einbruch bei den Automobilverkäufen ist dabei im direkten Zusammenhang mit dem Inselstreit zu sehen. Im vergangenen Monat hat Japans Autoindustrie deutlich weniger Fahrzeuge in die Volksrepublik China verkauft, heißt es von deren Seite.

Der Einbruch kann dabei durchaus als "krass" bezeichnet werden. Im September sackten die Absatzzahlen in China, im Vergleich zum Vorjahresmonat, um etwa 35 Prozent ein. Der chinesische Vertriebspartner von Nissan Motor teilte diese Zahlen in einem aktuellen Bericht mit.

Demnach hätte man feststellen müssen, dass durch den Inselstreit zwischen China und Japan bedingt, die Kunden in China auf japanische Automarken verzichteten und auf andere Marken abzielten. Auch vom japanischen Autohersteller Suzuki Motor meldete man dementsprechend schlechte Zahlen. Hier fiel der Rückgang sogar noch deutlicher aus. Nach eigenen Angaben ist der Rückgang im September, im Vergleich zum Vorjahresmonat, um 45 Prozent eingebrochen.

Mit diesen neuen negativen Zahlen, dürften Investoren für japanische Automobilkonzerne weiter verunsichert werden - um das in milder Form auszudrücken. Dass es eine baldige Einigung zwischen China und Japan im Inselstreit geben wird, bezweifeln Experten. Zuvor hatte Japan drei der umstrittenen Inseln einem Privatbesitzer abgekauft.

Quelle: N-TV - Bild: Wikipedia (symbolisch für "Japan")

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte