Neue Sanktionen: EU will Importverbot von iranischem Gas durchsetzen


(C) Adam Jones, 2012, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Die bisherigen Sanktionen gegen den Iran scheinen das Land heftiger getroffen zu haben, als von offizieller Seite aus zugegeben wird. Nicht nur die Wirtschaftskrise im Iran ist dabei als Merkmal der auferlegten Sanktionen zu sehen, auch die galoppierende Inflation im Land macht vielen Bürgern zu schaffen.

Nun ist aus russischen Medienberichten zu entnehmen, dass wohl weitere Sanktionsmaßnahmen gegen den Iran vorbereitet werden. Die Europäische Union (EU) plant demnach ein Paket von neuen Sanktionen gegen den Iran, wie es bei "RIA Novosti" heißt. Unter diesen geplanten Sanktionsmaßnahmen sei auch ein Verbot von Gas-Importen aus dem Iran, dies meldete zuletzt auch die Nachrichtenagentur Reuters - welche sich selbst auf Diplomatenkreise stützte.

Nach den bisherigen Informationen soll das allgemeine Abnahmeverbot von iranischem Gas zum 15. Oktober 2012 in Kraft treten. Durchgebracht werden soll es demnach beim EU-Außenministertreffen in Luxemburg, welches am gleichen Tag stattfinden soll.

Einer der teilnehmenden Gesprächspartner sagte gegenüber Reuters: "Es besteht eine Gas-Vereinbarung, die von führenden Staaten - Deutschland, Großbritannien und Frankreich - unterstützt wird". Neben dem benannten Gast-Abnahmeverbot sollen aber auch noch weitere Sanktionen über den Iran gelegt werden.

Demnach plane man weitere Sanktionen gegen den Finanzsektor und auch gegen den Bereich der Energieerzeugung. Bereits seit dem 1. Juni 2012 ist ein Öl-Importembargo gegen den Iran in Kraft. Mit diesen Sanktionen bezweckt die Europäische Union, dass der Iran dazu gebracht werden soll, sein Atomprogramm freiwillig aufzugeben. Die bisherig in Kraft gesetzten Sanktionsmaßnahmen, bezgl. Gas, verbieten es derzeit nur, Investitionen in die iranische Gasindustrie zu tätigen.

Quelle: RiaN - Bild: flickr (symbolisch)

  
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