Göppingen: Nach Aufmarsch von Neonazis kam es zu Massenfestnahmen


(C) zoetnet, 2006, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Am vergangenen Samstag soll es zu teils gewalttätigen Auseinandersetzungen, am Rande einer Neonazi-Demonstration, gekommen sein. Demnach hätte es in Göppingen (Baden-Württemberg) einen Aufmarsch von Neonazis gegeben. Bei einer stattgefundenen Gegendemonstration kam es laut Polizeiangaben zu Ausschreitungen.

Bis Samstagnachmittag wurden nach Angaben der Polizei rund 100 Personen aus der linken Szene (Gegendemonstranten) festgenommen. Hierbei gab man an, dass die Polizei mit Steinen und Feuerwerkskörpern angegriffen worden sei. Außerdem hätten die Tatverdächtigen Polizeibeamte mit Tritten traktiert und diese geschlagen.

In diesem Umfeld habe man ebenfalls Verstöße gegen das Waffengesetz registrieren können, hieß es. Angaben zu Verletzten Personen lagen einem Bericht von AFP, seitens der Polizei, nicht vor. Nach einer offiziellen Mitteilung durch die Polizei-Göppingen sagte man zu den Auseinandersetzungen: "Von den polizeilichen Maßnahmen waren ausnahmslos Personen des linken Spektrums betroffen".

Man schätze die Zahl der Gegendemonstranten auf rund 2000. Hierbei betonte man, dass die meisten friedlich gesinnt waren. Zuvor hatte die Stadt Göppingen versucht, dass diese nun stattgefundene Demonstration (Nazis) verboten werden sollte. Damit war man vor Gericht jedoch gescheitert. Dementsprechend kam es am vergangenen Samstag zu einem Demonstrationszug mit rund 150 Neonazis.

Aus weiteren Angaben der Polizei konnte entnommen werden, dass der Bahnverkehr auf der Strecke Stuttgart/Ulm für etwa 45 Minuten eingestellt werden musste. Hierbei gab man an, dass „Schäden an Kabeln“ festgestellt wurden. Seitens der Polizei geht man davon aus, dass hier ein möglicher Vorsatz vorgelegen haben könnte. Ob dieser Vorfall direkt mit den Auseinandersetzungen beim Neonazi-Aufmarsch zusammenhängt, war zunächst unklar.

Quelle: Recentr - Bild: flickr (symbolisch, ohne Bezug)

  
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