Bericht der EU: Nachbesserungen an Atomkraftwerken notwendig


(C) Bjoern Schwarz, 2010, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Nach der Atomkatastrophe von Fukushima hat man auch mit Blick auf Europa deutliche Verbesserungen in der allgemeinen Sicherheit von Atomkraftwerken verlangt. Nun forderte die EU, dass bei praktisch allen Atomkraftwerken in Europa Nachbesserungen stattfinden müssten. Die Sicherheit sei nach aktuellem Stand eher nicht gesichert, deshalb müsse diese verbessert werden, hieß es.

Diese Ergebnisse stammen aus einem Stresstest für europäische Atomkraftwerke. Der entsprechende Bericht zu diesem Atomkraftwerke-Stresstest wurde am Donnerstag, durch den EU-Energiekommissar Günther Oettinger, in Brüssel/Belgien vorgestellt. Man stellte zwar fest, dass die allgemeinen Sicherheitsstandards der europäischen Atomkraftwerke "hoch sind", doch es müssten "weitere Verbesserungen durchgeführt werden".

Es wird daher eine Verbesserung von "sicherheitstechnischen Merkmalen bei nahezu allen europäischen Kernkraftwerken empfohlen", hieß es. Bei diesen Verbesserungsmaßnahmen sollen unter anderem auch Nachrüstungen, spezifisch ausgerichtet zu möglichen Erdbebensituationen, stattfinden. Als Beispiel nennt die Kommission den Nachrüstungsbedarf bei Instrumenten, um eventuell eintretende Erdbeben anzukündigen.

Nach derzeitigen Informationen müsse diese Nachinstallation von Sicherheitstechnik bei etwa 121 der 132 Reaktoren durchgeführt werden. Weiterhin stellte man in dem EU-Bericht fest, dass bei 81 Reaktoren das Material zur Bekämpfung schwerer Unfälle an diesen nicht sicher genug gelagert seien. Auch zu den erwarteten Kosten, für die Nachbesserungsmaßnahmen, ging man in diesem Bericht ein.

Hierbei sehe man einen Kostenaufwand zwischen 10-25 Milliarden Euro. Bei diesen Zahlen handelt es sich um allgemeine Hochrechnungen, welche durch Grundlage von Zahlen aus Frankreich errechnet wurden. Weitere Informationen zu dieser Thematik, erhalten Sie im Artikel "Probleme bei Kernkraftwerken in ganz Europa", unter der Quelle von MZ.

Quelle: MZ - Bild: flickr (symbolisch für "Atomkraft")

  
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