Technik: Bergbahnen und andere Bahnsysteme


(C) sludgegulper, 2010, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Die Bergbahn (zu den Bahnen gehörendes Verkehrsmittel) hat die generell gefasste Aufgabe, zur Verkürzung der Streckenlänge und zur Verminderung der anfallenden Kosten der Bahnanlage große Steigungen zu überwinden. Bei Steigungen von 10 bis etwa 50 Prozent werden Zahnradbahnen (schienengebundenes Verkehrsmittel) benutzt.

Hier liegt in Gleismitte eine Zahnstange, in die ein oder mehrere Zahnräder des Triebfahrzeuges (auch Bremszahnräder der Wagen) eingreifen. Die steilste Zahnradbahn mit etwa 48 Prozent Steigung (Sonderzahnstange) ist die Pilatusbahn (PB; Zahnstangensystem: Locher) in der Schweiz.

Vereinigte Reibungs- und Zahnradbahnen fahren nur an Steilstreckenteilen mit Zahnradtriebwerk (allein oder kombiniert mit Reibungstriebwerk). Einfahrhilfen in die Zahnstangenstrecke sind federnde Zungen, verminderte Zahnkopfhöhen und synchronisierende Antriebe. Drahtseilbahnen (zu den Bahnen gehörendes Verkehrsmittel) überwinden Steigungen von 50 bis etwa 93 Prozent.

Die schienengebundenen Wagen der Standseilbahn und auch der Schienenhängebahn werden im meist gegenläufigen Pendelbetrieb mittels Zugseilen bewegt. Beide Bahnarten befinden sich z.B. in Dresden-Loschwitz und an anderen Orten.

Die nicht schienengebundene Schwebeseilbahn (Hängeseilbahn) bewältigt unwegsame und sehr große Steigungen, zum Beispiel die Schwebeseilbahn zum Fichtelberg (Erzgebirge). Eine Sonderform der Schwebeseilbahn ist der Sessellift (Umlaufbetrieb). Der nicht schienengebundene bzw. nicht spurgeführte Skilift ist eine Abart der Standseilbahn (Winde mit Zugseil für kleine, Umlaufseil für große Leistung).

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte