Glauben: Die Kirchen im Wandel der Zeiten


(C) James Gordon, 2010, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Auch die Kirche an sich, als geschaffene Institution des Glaubens, hat über die Jahrhunderte einen wesentlichen Prozess hinter sich gelassen. Von wilden und brutalen Taten, bis hin zur Beanspruchung alleiniger Macht über alles und jeden, konnte diese dabei nicht immer nur auf die von Gott erlaubten Dinge gedeihen.

Seit dem 6. Jahrhundert beschränkte sich im Frankenreich die Kenntnis von Lesen und Schreiben auf die Geistlichkeit, so dass sie das gesamte Geistesleben in ihrem Sinne beeinflussen konnte. Auch die frühmittelalterlichen Klöster verdankten ihre kulturelle Bedeutung diesem speziellen Bildungsmonopol der Kirche.

In Malerei und Plastik wurden fast ausschließlich religiöse Themen dargestellt. An Bischofssitzen und in Klöstern wurden zahlreiche Schulen errichtet, die Kinder von Feudalherren vor allem für den Dienst der Kirche ausbildeten. Kirchen, Burgen, Pfalzen (befestigte Königssitze) wurden im zunehmenden Maße aus Stein gebaut.

Vorherrschend war der romanische Stil mit Rundbogen an Fenstern und Portalen sowie zahlreichen Türmen an den Bauwerken. Diese Architektur knüpfte an die Erfahrungen im Römischen Reich an. Da die Sprache der Kirche das Lateinische war, wurde auch meist in dieser Sprache geschrieben und gedichtet.

Eine einheitliche deutsche Sprache war noch nicht vorhanden; die Volkssprache wies große örtliche Unterschiede auf. Geistliche benutzten die Volkssprache, um mit ihrer Hilfe die Lehren der Kirche dem Volke näherzubringen. Später ging die Dichtung in der Volkssprache auf Spielleute über, die die im Volke beliebten Abenteuer- und Spottgeschichten, Heldenlieder und Märchen mündlich verbreiteten.

Bild: flickr (symbolisch für "Kirchen")

  
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