USA: Ex-Blackwater trainiert Agenten von Academi für Kriegseinsätze


(C) MSGT Michael E. Best, 2004, Bild: Wikipedia (gemeinfrei)

Im Fall des US-Unternehmens / der Sicherheitsfirma „Academi“, welches früher unter dem Namen "Blackwater" operierte, wurden und werden in einem 20 Milliarden US-Dollar schweren Vertrag militärische Geheimdienstler „in spezieller Weise“ trainiert. Dies geschieht trotz eines Gerichtsurteils gegen [das damalige] Unternehmen Blackwater (nun Academi), in dem die Firma wegen illegalen Waffenschmuggels verurteilt wurde.

Am vergangenen Donnerstag ließ die "US Defense Intelligence Agency" mitteilen, dass nun insgesamt sechs "Sicherheitsunternehmen" damit beauftragt werden, einschließlich Academi (zuvor Blackwater), um als "externe Kräfte" (Auslagerung der rechtlicher/humanitärer Risiken) in verschiedenen "Krisengebieten" zum Einsatz zu kommen.

Grundlage dafür ist der benannte fünfjährige Vertrag, der einen Gesamtumfang von rund 20 Milliarden US-Dollar hat. Aus einem bei RT zitierten Dokument des Vertrages kann entnommen werden, dass bevor die Personen dieser Sicherheitsunternehmen auf Auslandseinsätze geschickt werden, sie eine spezifische Ausbildung und ein generelles Training absolvieren müssen, um so "Hard und Soft-Skills" in ihrem persönlichen Leistungsspektrum zu etablieren.

Ausgerichtet sind diese Sonderausbildungsmaßnahmen (Überlebenstechniken) speziell für Lebens-/Arbeitsbedingungen unter widrigen Umständen. Nach Informationen des "Wired Danger Room Blogs" gab das Sicherheitsunternehmen Academi an, dass der vorliegende Vertrag angeblich noch nicht in der finalen Fassung vorliegen würde.

Es soll sich vielmehr um einen Vertrag der US-Regierung mit dem Unternehmen handeln, der nach dem "Re-Branding" (neuer Name für das Unternehmen) und einem Eigentümerwechsel im Unternehmen selbst ausgearbeitet worden war, so Academi-Offizielle. Der durch Skandale "in schlechtes Licht gerückte" Name "Blackwater", wurde damals gewechselt. Danach betitelte man das Unternehmen als "Xe Services" (im Jahr 2009). Doch auch dieser Name ist mittlerweile veraltet, nun nennt sich die Söldnerschmiede (seit Ende Dezember 2011) "Academi".

Erst im August soll das Unternehmen Academi der US-Justiz einen Deal vorgeschlagen haben, dass diese 7,5 Millionen US-Dollar bezahlen werden, um die früheren "Dinge" aus der Welt zu schaffen. Dies zielt speziell auf ehemalige Manager und Eigentümer des Unternehmens ab, darunter auch der Gründer Erik Prince, der bereits im Jahr 2010 seine Anteile am Unternehmen verkauft hatte. Bei den "festgestellten Verstößen" zählte man, in einer Gesamtbündelung dieser, nunmehr 17 Stück.

Darunter fallen beispielsweise illegaler Waffenschmuggel oder die Gewährleistung von Sicherheit für ausländische Regierungen/oder ähnliche Strukturen, bei denen keine Zustimmung der US-Regierung eingeholt worden war. Im Jahr 2010 einigte man sich bereits mit der US-Justiz auf eine Strafzahlung von 42 Millionen US-Dollar, hierbei ging es um etwa 300 Verstöße wegen Waffenschmuggel. Nun soll, nach eigener Aussage, das Unternehmen aber "Clean" sein. Man habe tiefgreifende Reformen durchgeführt, hieß es. Das neue Management von Academi sei ein anderes, als jenes von Blackwater und Xe Services.

Quelle: RT - Bild:  Wikipedia (symbolisch)

  
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