Spanien: Trotz Rechentricks über 200 Milliarden neue Schulden in 2013?


(C) sermarr erGuiri, 2011, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Die Zauberrechentricks im Eurokrisenfall Spanien scheinen nicht wirklich Wirkung gezeigt zu haben. Wieso auch? Mit neuen Rechen- und Geldverschiebungstricks, die gerade in der Vergangenheit in die aktuelle Katastrophe geführt haben, wird man keinen "echten Erfolg" erzielen können. Am Samstag gab man nun "interessante Zahlen" für den sogenannten spanischen Haushaltsentwurf 2013 bekannt.

Nach diesen Zahlen wird die Neuverschuldung von Spanien weiter massiv anwachsen. Derzeit liegt die Verschuldung bei 85,3 Prozent des BIP. Im kommenden Jahr soll die Verschuldungsquote auf 90 Prozent ansteigen. In diesem Jahr konnte Spanien die von der EU vorgegebenen Defizit-Kriterien nur mit einem "spezielle Rechentrick" erreichen.

Hierbei rechnete man einfach die Bankenhilfe heraus. Mit den zugesprochenen EU-Rettungsgeldern für spanische Banken soll das Defizit in Spanien weiter steigen. In diesem Jahr auf 7,4 Prozent, eigentlich hatte man mit der EU 6,3 Prozent abgemacht. Zuletzt hatte auch eine Berechnung von Oliver Wyman für Aufsehen gesorgt. Dort wurde berechnet, dass Spanien angeblich nur rund 60 Milliarden Euro an frischem Finanzbedarf benötigen würde.

Kritiker sahen diese Zahlen als absoluten Mumpitz an. Bei detaillierter Betrachtung stellte sich nun heraus, dass nicht etwa 60 Milliarden Euro, sondern eher rund 207 Milliarden Euro im Jahr 2013 durch Spanien als Kredite beschafft werden müssten, um den benötigten Finanzbedarf zu decken. Weitere Hintergrundinformationen dazu lesen Sie im Artikel "Spanien: Defizit steigt trotz aller Rechenkünste", unter der Quelle von DWN.

Quelle: DWN - Bild: flickr (symbolisch für "Spanien")

  
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