Deutschland: Die Reichen sollen bluten, so könne die Armut gestoppt werden


(C) linksfraktion, 2012, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

An diesem Wochenende sollen verschiedene Demonstrationen und Kundgebungen in Deutschland stattfinden. Speziell aus den Irritationen der Eurokrise heraus wolle man erreichen, dass "die Reichen" mehr bluten müssen. Das typische Konzept des Bad-and-Good-Guy‘s also. Mit diesem uralten Konzept scheint man aber immer noch die Massen in Bewegung setzen zu können.

Warum "die Reichen" nicht einfach, wenn derartige Belastungen kommen sollten, das Land wechseln, wird nicht näher benannt. In der jüngeren Geschichte gab es das bereits schon öfters. Die Reichen sind schuld an den Irritationen dieser Zeit, so zumindest die plumpe Sichtweise von gewissen Kreisen. Meist zeigte sich jedoch, dass auch dies ein fataler Irrtum ist.

Die angesprochenen Probleme der Gewerkschaften, Bürgerorganisationen und gewisser Parteien scheinen auf den ersten Blick logisch zu sein, jedoch nur auf den ersten Blick. Die Gewerkschaft ver.di hat nun zusammen mit Sozialverbänden und Nichtregierungsorganisationen eine offene Debatte über eine neue "Reichensteuer" angeschoben.

Im allgemeinen Umfeld der Eurokrise und hoher Staatsschulden wollen man die Reichen „stärker zur Kasse bitten“, hieß es. Dadurch soll die [angebliche] "öffentliche Armut gelindert werden". Im allgemeinen Mittelpunkt stand hierbei die sogenannte Vermögensabgabe. Dass "die Reichen", also nicht irgendwelche Jungmillionäre (in den "reichen Kreisen" geht es nicht darum wie viel man hat, sondern wie alt das Vermögen ist), geschröpft werden sollen, ist doch gerecht oder etwa nicht?

Diese Leute haben schließlich kreative Ideen gehabt, waren wirtschaftlich aktiv/erfolgreich und haben meist Mehrwert für eine Gesellschaft hervorgebracht, da ist es doch gerecht, dass man diese nun "auseinandernimmt"!? Dies ist zumindest die kleine einfache Welt der Gewerkschaften und anderer sozialistisch-angehauchter Organisationen. Mit einfach verständlichen und nicht allzu komplizierten Worten, vermag man die Masse zu überzeugen.

Zugleich noch, wenn in diesen einfachen Worten, die Impulse und Reflexe der menschlichen Psychologie (Angst, Gerechtigkeitsimpulse etc.) mit „eingewurstet“ werden. Doch es gibt für diese Plänen nicht nur strikte Zustimmung. Von verschiedenen Seiten kann vernommen werden, dass die Gewerkschaften "übers Ziel hinausschießen würden". Eine Vermögensabgabe schröpfe in Wirklichkeit nicht die Reichen, sondern den Mittelstand. Weitere Hintergrundinformationen dazu, erhalten Sie im Artikel "Vermögensteuer: Reichtum verpflichtet", bei der Quelle von Zeit.

Quelle: Zeit - Bild: flickr (symbolisch)

  
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