Berlusconi empfiehlt zur Lösung der Eurokrise: Austritt Deutschlands


(C) Silvio Berlusconi, 2010, Bild: Wikipedia (free use License)

Die allgemeinen Irritationen der sich weiter verschärfenden Eurokrise haben bislang zu diversen Einschnitten und Abgaben nationalstaatlicher Souveränität geführt und sollen nach aktuellen Planungsbestrebungen der EU-Kommission weiter vorangetrieben werden. Nicht nur ein planwirtschaftlich anmutendes "Zentralbudget" steht hier auf dem Programm.

Zuletzt führten tiefgreifende Sparmaßnahmen in Griechenland und Spanien zu teils heftigen Auseinandersetzungen zwischen staatlichen Sicherheitsbeamten und Protestlern. Nun schaltet sich der ehemalige italienische Regierungschef Silvio Berlusconi in die allgemeine Thematik der Eurokrise und den daraus hervortretenden Zuständen ein.

Er meinte, dass es keine Tragödie wäre, wenn Deutschland aus dem Euro austreten würde. Ganz im Gegenteil sogar, so Berlusconi. Würde sich Deutschland aus dem Euro zurückziehen, würde dies zu einer Krisenbewältigung der Eurostaaten beitragen. Diese Äußerungen gab Berlusconi am vergangenen Donnerstag, bei der Vorstellung eines Buches eines politischen Vertrauten, ab.

Innerhalb dieser Äußerungen sagte er außerdem, dass Deutschland kein solidarisches Land sei, vielmehr ist Deutschland ein Hegemonialstaat. Zur Eurokrise sagte er, dass wenn die EZB den europäischen Staaten, ganz nach dem Vorbild der USA, unbegrenzt Geld zur Verfügung stellen würde, das Problem der Eurokrise gelöst sei.

Deutschland verhindere einen solchen Schritt jedoch, wegen Angst vor Inflation, so Silvio Berlusconi. Auch die aktuelle Sparpolitik in Europa sei durch Anleitung von Deutschland nun zu einem starken Problem geworden. Berlusconi machte Deutschland auch speziell für die drakonische Sparpolitik in Europa verantwortlich.

Hierzu betonte er, dass diese Art von Krisenbewältigung "ein Klima der Unsicherheit und der Angst" schaffe, welches "uns immer weiter verarmen lässt, angesichts einer Krise, deren Ende nicht abzusehen sei", so Berlusconi weiter. Auch zur Thematik der gemeinsamen Währung "Euro" ging Silvio Berlusconi am Donnerstag ein wenig "genauer" ein - so sagte er: „Der große Betrug ist nicht die Technokraten-Regierung (des aktuellen Ministerpräsidenten Mario Monti), auch nicht das, was derzeit in Italien geschieht.

Der große Betrug ist der Euro.“ Es sei ein „Selbstmord“ gewesen, das sich Italien auf den bei der Euroeinführung festgelegten Wechselkurs eingelassen habe. In gewisser Weise hat Herr Berlusconi hier sicherlich recht, wenn auch nicht in allen Punkten. Dass eine "Eurokrise" nicht damit bewältigt werden kann, indem man den konkurrierenden Volkswirtschaften die "Luft zu atmen abdreht", ist aber durchaus einleuchtend.

Quelle: Irib - Bild: Wikipedia

  
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