Fall Boeing: EU will 12 Milliarden US-Dollar im Jahr kassieren


(C) MPD01605, 2011, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Der schon seit längerer Zeit schwelende Konflikt zwischen den USA und der Europäischen Union, im Fall "Boeing", scheint sich nun weiter zuzuspitzen. Zuletzt forderte die EU Milliarden-Strafen für das US-Unternehmen. In dem Streit geht es um möglicherweise illegale Subventionen für den Flugzeughersteller Boeing.

Der von der EU angeschobene Handelsstreit sieht vor, dass Strafmaßnahmen in Höhe von etwa 12 Milliarden US-Dollar durch Boeing fällig werden, im Jahr. Der Konkurrent von Boeing, Airbus, hält diese drakonischen Forderungen natürlich "für angemessen". Diese hohen Strafmaßnahmen sollen die USA dazu bewegen, dass diese eine Beendigung von unerlaubten Subventionen für Boeing durchführen.

Am Donnerstag stellte die EU-Kommission einen entsprechenden Antrag bei der Welthandelsorganisation in Genf, um gegen diese scheinbar "illegalen Subventionen" vorzugehen. Die EU sah sich nun zu diesem Schritt gezwungen, da die USA angeblich einen damaligen WTO-Schiedsspruch nicht umgesetzt haben. Von dem europäischen Unternehmen Airbus wurde der Schritt der EU-Kommission begrüßt.

In einem an die WTO gerichteten Schreiben machte die EU deutlich, dass Washington nicht wie abgemacht, innerhalb einer spezifisch festgelegten Frist von sechs Monaten, reagiert habe und die als unerlaubt deklarierten Subventionen gestoppt habe.

Die EU-Kommission widersprach damit der US-Administration, dass diese angeblich der WTO-Entscheidung gefolgt sind. Eine entsprechende Stellungnahme von der US-Regierung gab es am 23. September 2012. Weitere Informationen zur Thematik erhalten Sie im Artikel "Boeing-Streit mit den USA: EU fordert Milliarden-Strafe", unter der Quelle von N-TV.

Quelle: N-TV - Bild: flickr (symbolisch)

  
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