Spanien: Heftigte Proteste mit 60 Verletzten und 22 Festnahmen


(C) Popicinio, 2012, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Die sich zuletzt massiv ausgeweiteten Proteste in den Südländern der Eurozone, führten an den Börsen zu Kursverlusten. In Griechenland und in Spanien kam es am Dienstag und am Mittwoch zu teils heftigen Auseinandersetzungen mit Sicherheitsbeamten. Dabei zeigte sich deutlich, dass die Wut der Bürger immer heftiger zutage tritt.

Bereits am Dienstag kam es in Spanien, in der Hauptstadt Madrid, zu schweren Ausschreitungen. In Griechenland fand und findet der schwerste Ausstand, in Form eines Generalstreiks, seit dem Amtsantritt Antonis Samaras statt. Auch in Griechenland zeigte sich die Wut der Bürger, hier kam es ebenfalls zu massiven Protesten gegen die Sparmaßnahmen der Regierung, auch teils heftige Auseinandersetzungen mit Polizeibeamten konnten verzeichnet werden.

In Spanien fand am Mittwochabend ein weiterer Massenprotest statt. An den Aktienmärkten sieht man diese Entwicklung gar nicht gerne. Im Verlauf der letzten Tage kam es durch die anhaltenden Proteste in den südlichen EU-Ländern zu einigen Turbulenzen. Tobias Blattner, von Daiwa Capital Markets, sagte zu der Nachrichtenagentur Reuters: Dass sich wieder einmal zeige, wenn der Ball in den Händen der Regierung liegt, dass es noch einen größeren Spielraum für Enttäuschungen zu geben scheint.

Weiterhin machte er deutlich, dass die griechische/spanische Regierung nicht das umsetzen kann, was sie zuvor versprochen hatte. Speziell die europäischen Börsen bekamen die Unruhen der Investoren zu spüren. Am Mittwoch lagen die Kurse mehrheitlich im Minusbereich.

Auch in den kommenden Tagen wird mit heftigen Protesten in Spanien und Griechenland gerechnet. Zuletzt kam es in Spanien zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Spezialtruppen/Sicherheitsbeamten der spanischen Regierung. Protestler wollten zum Madrider Parlament vorstürmen. Die Polizei setzte daraufhin Schlagstöcke und Gummigeschosse gegen die Protestler ein.

Quelle: DWN - Bild: flickr (Proteste in Madrid)

  
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