Proteste in Spanien: Festnahmen und Verletzte


(C) Popicinio, 2012, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Bei den massiven Protesten in Spanien soll es zu Festnahmen und Verletzten gekommen sein, wie aus aktueller Berichterstattung hervorgeht. Demnach soll es zu verschiedenen Ausschreitungen vor dem Parlament in Madrid gekommen sein. Hier protestierten aufgebrachte spanische Bürger gegen die drakonischen Sparmaßnahmen, die von der spanischen Regierung vorangetrieben werden.

Nach derzeitigem Stand sollen etwa 35 Protestler festgenommen worden sein. Dies sind zumindest die offiziellen Angaben der Polizeibehörde in Madrid. Zudem sollen etwa 64 Personen verletzt worden sein. Darunter auch 27 Beamte der Polizei. Durch verschiedene Sicherheitsvorkehrungen wurden strategische Absperrringe um das Parlament errichtet.

Mit dieser und weiteren Sicherheitsmaßnahmen soll(te) verhindert werden, dass die Demonstranten das Parlament in Madrid stürmen. Seitens der spanischen Regierung verurteilte man die Proteste und die damit verknüpften Ausschreitungen. In diesem Zusammenhang äußerte sich die Vizeregierungschefin Soraya Sáenz de Santamaría folgendermaßen: "Man muss auf Forderungen eingehen, die auf friedlichen Kundgebungen vorgebracht werden".

Von verschiedenen Protestteilnehmern wurde im Internet bei Facebook und in spanischen Foren geäußert, dass die Proteste durch "externe Kräfte angestachelt wurden". So wurden die eigentlich friedlich geplanten Proteste in ein gewaltsames Umfeld überführt, wodurch ein massives Einschreiten von spanischen Spezialeinheiten und Sicherheitsbeamten notwendig wurde.

Demnach sollen radikale Kräfte, die an diesen Protesten teilnahmen, bei nächtlichen Auseinandersetzungen versucht haben, aufgestellte Absperrungen zu überwinden und sogar mit Stöcken auf Sicherheitsbeamte eingeschlagen haben.

Danach wurden die allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen verschärft und die Polizei setzte Schlagstöcke und Gummigeschosse ein. Insgesamt waren zur Sicherung des Parlaments und des umliegenden Gebiets rund 1300 Beamte im Einsatz. Die Protestanten werfen der spanischen Regierung, um Mariano Rajoy, u.a. vor, dass dieser absichtlich seine gegebenen Wahlversprechen (vom November 2011) bricht und damit die Wähler täuscht.

Quelle: Sueddeutsche - Bild: flickr (zeigt: "Verletzten Spanier, welcher bei den Protesten anwesend war")

  
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