Sabotage im Iran: Siemens dementiert verminte Ausrüstung geliefert zu haben


(C) futureatlas.com, 2010, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Nach russischen Medienberichten (RIA Novosti) soll der deutsche Konzern Siemens nun dementiert haben, dass er nicht an Lieferungen an den Iran beteiligt gewesen sei, die angeblich "vermint" waren. Zuvor hatte der Chef des außenpolitischen Sicherheitsausschusses des iranischen Parlaments, Alaeddin Borudscherdi, den deutschen Konzern beschuldigt, dass Erzeugnisse vor der Lieferung an den Iran "vermint" wurden.

Hierbei stellte Alaeddin Borudscherdi heraus, dass iranische Fachexperten winzig kleine (mikroskopisch) Sprengladungen an den gelieferten Ausrüstungskomponenten festgestellt hätten (Anmerkung: wohl Nanomaterialien). Diese Ausrüstungskomponenten waren für das iranische Atomprogramm zur zivilen Atomenergieerzeugung bestimmt. In der nun geäußerten Dementierung seitens Siemens sprach ein Pressesprecher (Alexander Machowetz) davon, dass man angeblich seit 1979 nicht mehr mit dem Iran zusammenarbeitet.

In diesem Zusammenhang hatte auch der britische Sender BBC einen Bericht gebracht. Dieser wurde am vergangenen Sonntag ausgestrahlt und behandelte thematisch den Zusammenhang mit dem Virus aus dem Jahr 2010. Bereits damals beschuldigte der Iran den deutschen Konzern Siemens, dass er auch in dieser technischen Attacke involviert gewesen sei. Der damals implementierte Virus sollte Computersysteme in den iranischen Atombetrieben zerstören/unbrauchbar machen.

Dieser Virus war damals von Computerexperten analysiert worden und man zog den direkten Zusammenhang auf die damals gelieferte Siemens-Ausrüstung. Auch bei diesem damaligen Fall (Jahr 2010) wies das deutsche Unternehmen alle Anschuldigungen des Irans zurück.

Quelle: Ria Novosti - Bild: flickr (Futureatlas.com)

  
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