Prozess: Thierry T. der Adels-Betrüger steht vor Gericht


(C) Elliott Brown, 2009, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

In Frankreich ist nun ein spektakulärer Prozess angelaufen. In diesem geht es um Betrug und andere Delikte. Am Montag startete der entsprechende Prozess um den 48-jährigen Thierry T. Dieser hatte etwa zehn Jahre lang eine französische Adelsfamilie betrogen und diese als eine Art „Guru“ professionell hinters Licht geführt. In dieser Zeit soll Thierry T. große Teile des Vermögens der Adelsfamilie abgeschöpft haben.

Nach Medienberichten drohen dem Angeklagten bis zu zehn Jahre Haft. Die Hauptanklagepunkte sind Freiheitsberaubung, Betrug sowie Gewalt gegen eines seiner Opfer. Der Angeklagte Thierry T. soll im Jahr 1999 in eine südfranzösische Adelsfamilie „eingedrungen“ sein. Hierbei lernte er die Adlige Ghislaine de Védrines, welche er als erstes um den Finger wickelte, kennen. Durch diesen Erstkontakt gelang es ihm, in die engeren Kreise der Familie vorzudringen.

Kaum hatte er sich das Vertrauen der Familie erschlichen, indem er vorgab, dass diese Adelsfamilie angeblich durch ein Freimaurerkomplott gefährdet sei und er ein Geheimagent ist, um die Familie zu schützen, begann die finanzielle Ausschlachtung des Familienvermögens. Demnach soll der Angeklagte elf Personen aus der Adelsfamilie vollkommen manipuliert haben. Dies führte soweit, dass sich die Familienmitglieder auf ihr Schloss Monflanquin zurückzogen. Andere Mitglieder der Adelsfamilie sollen Thierry T. im Jahr 2008 ins britische Oxford gefolgt sein.

In dieser Zeit machte sich der Beschuldigte am Familienvermögen zu schaffen. Neben der Plünderung von Konten soll er auch den gesamten Familienbesitz verkauft haben. Hierbei konnte Thierry T. etwa 4,5 Millionen Euro erbeuten. In dem nun angelaufenen Prozess wird die eingesetzte Richterin Marie-Elisabeth Bancal etwa zwei Wochen Zeit haben, um genaue Umstände in diesem skurrilen Fall herauszufinden. Der beschuldigte T. wurde im Jahr 2009/Oktober festgenommen. Ebenfalls soll in dem Prozess geklärt werden, ob es sich eventuell um Sektenstrukturen handelt.

Quelle: IK - Bild: flickr (symbolisch)

  
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