Überwachung: Facebook schaltet umstrittene Gesichtserkennung in Europa ab


(C) Alyssa L. Miller, 2009, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Nachdem bekannt wurde, dass der us-amerikanische Internetkonzern Facebook in Europa massig Gesichter von seinen Mitgliedern analysiert und mit Profildaten verknüpft, regte sich starker Widerstand gegen dieses scheinbar einer Überwachungsmaßnahme angelehnte Vorgehen. Nun ist Facebook anscheinend ein wenig zurückgerudert und will nach aktuellen Medienberichten die automatische Gesichtserkennung in Europa stoppen.

Zuvor hatten Datenschützer beklagt, dass mit dieser riesigen Sammlung an biometrisch-ausgewerteten Daten eine neue Überwachungsinfrastruktur geschaffen werden könnte. In einer offiziellen Mitteilung seitens Facebook heißt es nun, dass die Markierungsvorschläge für Personenfotos abgeschaltet worden ist. Weiterhin geht aus dieser Erklärung hervor, dass bis zum 15. Oktober 2012 alle gespeicherten Datensätze für Europa aus den Datenbanken von Facebook gelöscht werden.

Mittlerweile äußerte sich auch das Bundesverbraucherministerium zu diesen neuen verbraucherfreundlichen Maßnahmen Facebook‘s. Dieses begrüßte die Entscheidung. Seit einiger Zeit stand die umstrittene automatische Gesichtserkennung bei Facebook zur Verfügung. Beim Hochladen von Fotos wurde automatisch eine Software auf den Servern von Facebook gestartet, die Freunde/Bekannte im eigenen/übergreifenden Netzwerk erkennen konnte und dementsprechend Profildaten/Namen zuordnete.

Ein weiterer Impuls für das Abschalten dieser automatischen Gesichtserkennung war eine Empfehlung der irischen Datenschutzbehörde, die eine schnelle Abschaltung forderte. Facebook verwaltet in seiner Zentrale Dublin alle in Europa eingesammelten Daten der Facebook-Nutzer. Nachdem in der Vergangenheit den irischen Datenschützern verschiedene Beschwerden zu Facebook und der automatischen Gesichtserkennung zugetragen wurden, reagierten diese, um Facebook so zum Einlenken zu bewegen.

Quelle: IK - Bild: flickr (symbolisch)

  
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