Tschechien: Schärferer Kontrollen nach Alkoholverbot


(C) Katrina Wiese, 2008, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Nachdem es in der letzten Woche zu massiven Eingriffen des tschechischen Staates bezgl. gepanschtem Alkohol in Tschechien gekommen war, werden nun verstärkt Zollkontrollen bei Ausfuhren durchgeführt.

In dieser Woche fanden landesweit an verschiedenen Orten in Restaurants und anderen Örtlichkeiten Razzien der tschechischen Sicherheitsbehörden statt, um so gegen gepanschten Alkohol, der zum Verkauf angeboten wird, vorzugehen. Bislang kamen durch den unreinen Alkohol über 20 Menschen in Tschechien ums Leben.

Nach offiziellen Darstellungen darf derzeit in tschechischen Geschäften kein hochprozentiger Alkohol mehr zum Verkauf angeboten. Der tschechische Zoll kontrolliert nun mit einem Mehraufgebot die Grenze zu Deutschland. Mit diesen Maßnahmen soll sichergestellt werden, dass die Einhaltung des Export-Verbots für hochprozentigen Alkohol eingehalten wird.

Grund für diese massiven Maßnahmen der tschechischen Regierung ist, dass im Verlauf der nahen Vergangenheit bereits 23 Tote Tschechen verzeichnet worden sind, die durch gepanschten Alkohol eine lebensgefährliche Alkoholvergiftung (Methanol) erlitten hatten.

Allein an der Grenze zu Bayern seien derzeit rund fünf mobile Einsatzeinheiten unterwegs, um die Kontrollen durchzuführen, dies bestätigte zuletzt auch eine Sprecherin (Jitka Blahutova) des tschechischen Zolls.

In einer Stellungnahme sagte die Sprecherin, dass man personell nicht derartig viele Kontingente habe, um 24 Stunden Kontrollen durchführen zu können. Seit rund einer Woche gilt nun in Tschechien, in allen Läden/Restaurants usw., ein striktes Verkaufsverbot von Getränken, die mehr als 20 Prozent Alkohol enthalten.

Quelle: Focus - Bild: flickr (symbolisch für "Tschechien")

  
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