Vorstoß: Außenminister der EU beraten über eigene EU-Armee


(C) Rock Cohen, 2006, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Was vor einigen Jahren noch als absurde Verschwörungstheorie gebrandmarkt wurde, scheint nunmehr in die Realität umgesetzt zu werden. Aus aktuellen Medienberichten kann entnommen werden, dass die EU-Außenminister über eine mögliche Etablierung einer EU-Armee beraten. Am 17. September 2012 fand ein Treffen der Außenminister von elf EU-Ländern statt. Nach diesem Treffen stand fest, dass eine gemeinsame europäische Armee umgesetzt werden soll. In diesem Zusammenhang stellte man klar, dass die EU "neu organisiert werden müsse, wenn sie den Status einer Weltmacht weiterhin inne haben möchte".

In einem Artikel bei DWN spricht man hier auch die mögliche Zusammenführung der europäischen Verteidigungspolitik an. Ebenfalls soll es gemeinsame Anstrengungen in Bezug auf die Rüstungsindustrie geben. Zuletzt verkündeten auch BAE System und EADS, dass sie aktuell Gespräche über einen neuen Mega-Rüstungskonzern für Europa führen. Der vorgelegte Bericht wurde von den Außenministern aus Deutschland, Österreich, Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Polen, Portugal und Spanien erstellt.

Interessant an diesen Äußerungen ist, dass diese anscheinend genau jenem Plan folgen, den auch bereits Jose Manuel Barroso verkündet hatte. Dieser ist der festen Überzeugung, dass die EU so etwas wie ein neuer europäischer Superstaat werden soll. Propagiert wird hier meist, dass durch die Eurokrise bedingt "neue Wege gegangen werden müssen", um so die Eurokrise bewältigen zu können. Dass die Eurokrise dabei ein wichtiges Werkzeug ist, um jene Strukturen durchzusetzen, scheinen die meisten Menschen noch nicht ganz verstanden zu haben.

Mit einer solchen Krise kann man "arbeiten", sie "hegen und pflegen". Dass die "Eurokrise geplant sein könnte", um in diesen scheinbar schweren Zeiten etwas zu etablieren, was ohne eine Krise nicht möglich gewesen wäre, scheinen aber immer mehr Leute zu verstehen. In diesem Zusammenhang möchten wir auf einen Artikel aufmerksam machen, welchen wir bereits vor einigen Tagen veröffentlicht hatten: Eurokrise: Wie man mit einer Krise spielt, um neue Strukturen zu schaffen.

Quelle: DWN - Bild: flickr (symbolisch)

  
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