EZB: Neuer Bau in Frankfurt am Main kostet über eine Milliarde Euro


(C) martinkrolikowski, 2012, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Inmitten der Eurokrise scheint sich die EZB (Europäische Zentralbank) selbst relativ wohl zu fühlen. Der etwas aus der architektonischen Mode gekommene Neubau der EZB in Frankfurt am Main scheint den allgemeinen Größenwahntrend dieser EU-Einrichtung zu bestätigen. Nun stand das Richtfest für den Milliardenbau auf dem Programm. Bloß dumm, dass Mario Draghi dort nicht anwesend sein konnte. Die zuvor anberaumten Kosten für den Prunkbau scheinen zudem höher zu liegen, als dies ursprünglich eingeplant war. Die Grenze von eine Milliarde Euro soll nach aktuellen Medienberichten "locker" geknackt werden.

Warum Mario Draghi beim Richtfest des neuen EZB-Gebäudes nicht aufgetaucht ist, wurde nicht näher benannt. EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen war dennoch guter Laune und meinte zur Eröffnung des Richtfests, "der Euro ist unumkehrbar und dem EZB-Vorsitzende Mario Draghi geht es gut". Etwa 500 Gäste waren am Donnerstagabend beim Richtfest anwesend, um gleichermaßen auch den fertiggestellten Rohbau in Augenschein zu nehmen.

Zum Bau selbst gab man seitens der EZB‘ler zu verstehen, dass das neue Gebäude so "sicher wie der Euro ist". Dass der Bau nunmehr etwa 350 Millionen Euro mehr als eingeplant verschlingen wird, zeugt doch wohl aber eher von einer allgemeinen Unsicherheit. Aktuelle Berechnungen zeigen, dass der Bau insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro verschlingen könnte. Der offizielle Einzug in die neuen EZB-Babylontürme soll 2014 stattfinden. Insgesamt sollen in das neue Gebäude der EZB über 1500 "Beschäftigte" einziehen.

Quelle: Welt - Bild: flickr (symbolisch, zeigt den Rohbau der EZB)

  
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