Kosovo: Wegen illegaler Machenschaften wirft Dick Marty internationale Untätigkeit vor


(C) Dick Marty, Member of the Swiss Council of States Quelle: Wikipedia

Im Fall der illegalen Organtransplantationen der UCK im Kosovo-Krieg äußerte der Europarats-Abgeordnete Dick Marty nun, dass er die vorgetragenen Vorwürfe gegen Ministerpräsident Hashim Thaci bekräftigt.

Der aus dem schweizerischen Kanton Tessin stammende FDP-Ständerat übte in seinem vorgelegten Bericht scharfe Kritik an der internationalen Staatengemeinschaft. Diese hätte aus Rücksicht für eine politische Stabilität in der Region um Kosovo die Verfolgung von schweren Verbrechen, durch kosovarische Einheiten, unbeachtet gelassen.

Die bisherig gewonnen Erkenntnisse bei diesen Menschenrechtsverletzungen wiegen schwer. So sollen der heutige Ministerpräsident Hashim Thaci und andere ehemalige Führer der kosovarischen Befreiungsarmee UCK nach Ende des Krieges im Kosovo den Handel mit Organen, von zuvor getöteten serbischen Gefangenen, durchgeführt haben. Die Organe wurden nach der Entnahme am internationalen Schwarzmarkt verkauft. Außerdem seien schwerwiegende Drogengeschäfte durch Thaci und andere ehemalige Führer durchgeführt/angeleitet worden.

Ebenfalls sagte Dick Marty, dass die USA, die UNO und sogar die EU davon gewusst hätten, was dort für Verbrechen stattfanden. Man habe hier jedoch bewusst weggeschaut, da man die kurzfristige Stabilität Kosovo‘s nicht gefährden wollte. Dick Marty sagte weiterhin, dass sich die EU, UNO und USA dadurch mitschuldig gemacht haben.

Weiterhin gab Dick Marty, Sonderberichterstatter des Europarats, an, dass die USA und andere westliche Länder den heutigen Regierungschef des Kosovo, Hashim Thaci, diplomatisch als auch politisch unterstützten. Durch diese Hilfe fühlte und fühlt sich Hashim Thaci "unberührbar".

Die Schweiz ruft nun, durch das Außendepartement EDA, dazu auf, dass die "betroffenen Länder", also Kosovo, zu einer Klärung der Vorwürfe durch Europarats-Ermittlers Dick Marty beitragen. Weiterhin gab das Schweizer Außendepartement EDA an, dass es sich um "sehr schwerwiegende Vorwürfe" handelt.

Quelle: SwissInfo - Bild: Wikipedia (zeigt: "Dick Marty")

  
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