Konflikt um Inseln: Proteste in China scheinen zu eskalieren


(C) Tomas Roggero, 2011, Quelle: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Der sogenannte Inselstreit zwischen Japan und China scheint zu eskalieren. Nun schaltet sich auch der Verteidigungsminister der USA, Leon Panetta, in die Sache ein. Dieser warnte nun sogar vor einem möglichen Krieg. Am vergangenen Wochenende waren in China zehntausende Menschen auf die Straße gegangen. Aus Protest um den Kauf von drei der Inseln, durch Japan, wollten viele Chinesen ihren Ärger Luft machen und sehen mit dem Inselkauf Japans einen Angriff auf China.

Insgesamt wurden in etwa 50 chinesischen Städten am Samstag Angriffe auf japanische Unternehmen und Botschaften verzeichnet. Kurz danach äußerte Japans Regierung die Bedenken, ob japanische Staatsangehörige noch sicher China seien. Alleine vor der Botschaft in Peking demonstrierten tausende Chinesen und grölten anti-japanische Parolen aus der Menge heraus. Augenzeugen berichten ebenfalls, dass vor den japanischen Einrichtungen lautstart die chinesische Hymne gesungen wurde. Auch mit Flaschen und Steinen griffen aufgebrachte Chinesen Botschaftsgebäude Japans an.

Normalerweise ist von chinesischen Sicherheitsbeamten erkennbar, dass diese relativ schnell eine Protestwelle stoppen und Randalierer in Gewahrsam nehmen. Durch den Streit mit Japan scheint dies jedoch ein wenig anders gelaufen zu sein. Bei „Welt“ berichtet man, dass die Polizei oft wegschaute und sogar selbst die Proteste begleitete. Ob hier eine "Vorgabe von oben" erfolgt war, kann durchaus als realistisch betrachtet werden. In chinesischen Internetforen gaben Nutzer beispielsweise an, dass sie Zweifel daran hegen, dass diese Proteste spontan entstanden sind. In etwa 50 chinesischen Städten wurden neben Botschaftsgebäuden auch japanische Autos, Restaurants und Unternehmen angegriffen.

Quelle: Welt - Bild: flickr (symbolisch für "China")

  
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