Inselstreit mit Japan: Canon wird Produktion in China vorerst stoppen


(C) Newtown Grafitti, 2011, Quelle: flickr (CC BY 2.0)

Im Streit um den Kauf von drei Inseln durch Japan, scheint es nun in der allgemein aufgeheizten Situation immer weiter zur Eskalation zu kommen. Nachdem es am Wochenende massive Proteste und Demonstrationen gegen japanische Einrichtungen in China gegeben hatte, die immer noch andauern, scheinen sich die Kreise im japanisch-chinesischen Inselstreit immer weiter zu ziehen.

Nun kündigte der japanische Elektronikkonzern Canon an, dass dieser die Produktion in drei chinesischen Fabriken einstellen wird. Damit zieht sich der Kreis mittlerweile bis in die japanisch-chinesische Wirtschaft. Ein Handelskrieg droht. Zuletzt warnte auch US-Verteidigungsminister Panetta, dass bei sich weiter zuspitzenden Situationen zwischen China und Japan ein Krieg entstehen könnte.

Canon kündigte an, dass am Montag und Dienst die Produktion in drei chinesischen Produktionsstätten stillstehen wird. Bei den zuletzt durchgeführten Demonstrationen wurden in China unter anderem auch japanische Unternehmen angegriffen.

Bei dem vorliegenden Inselstreit geht es um eine unbewohnte Inselgruppe im Ostchinesischen Meer. Japan als auch China beanspruchen jeweils für sich den Besitz der Inselgruppe. In der vergangenen Woche hatte China sechs Boote zum benannten Archipel geschickt. Damit wollte China unterstreichen, dass sie Anspruch auf die strategisch-bedeutenden Inseln haben.

Zuletzt ging aus japanischen Medienberichten hervor, dass in China viele der japanischen Fabriken, im Osten der Volksrepublik, angegriffen worden sind. Darunter seien auch Werke von Panasonic gewesen. Zudem meldete man, dass ebenfalls Autohäuser von Toyota in Flammen aufgegangen sind.

Am vergangenen Sonntag gab es zudem heftige Proteste gegen Japan, vor der japanischen Botschaft in Peking. Dort wurde aus der Masse sogar nach einer „Kriegserklärung“ gerufen.

Quelle: Kurier.at - Bild: flickr (symbolisch für "Japan")

  
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