NSU-Zelle: Berlin gerät wegen braunem Terror immer mehr unter Druck


(C) Ralf Schulze, 2009, Quelle: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Die Skandale und Pannen um die NSU-Terrorzelle scheinen immer weitere Kreise zu ziehen. Nach aktuellen Medienberichten soll ein Terrorhelfer der NSU, sogar als V-Mann des LKA Berlins tätig gewesen sein, dieser lieferte den Terroristen auch Sprengstoff, mit welchem danach Anschläge durchgeführt worden waren. Aber auch die "Pannen" um angeblich verschwundene Akten zu der Neonazi-Terrorzelle NSU lösten zuletzt herbe Empörung aus. Nun gerät auch der deutsche Verteidigungsminister in Bedrängnis.

Nicht nur das LKA und Land Berlin geraten durch die immer weiter ausufernden Irritationen zur NSU-Terrorzelle in Erklärungsnot. Der mit den Untersuchungen der NSU-Morde beauftragte Untersuchungsausschuss im Bundestag forderte am letzten Freitag vom Innensenator Berlins, Frank Henkel und zudem auch von dessen Vorgänger Ehrhart Körting endlich Aufklärung in der Sache.

Aber nicht nur diese Personen geraten unter Druck. Mittlerweile zieht sich das Band um die NSU-Terrorzelle sogar bis in das Verteidigungsministerium Deutschlands. Hier muss sich mittlerweile auch Verteidigungsminister Thomas de Maizière unangenehme Fragen gefallen lassen. In diesem spezifischen Zusammenhang geht es um die angeblich verschwundene, nun aber mittlerweile wieder aufgetauchte Akte des MAD zum NSU-Terroristen Uwe Mundlos.

Außerdem wurde zuletzt von einigen Seiten die Sorge laut, dass das Ansehen in den Rechtsstaat, im Zuge dieser Vertuschungen durch deutsche Behörden, weiteren Schaden nehmen könnte. Zuletzt äußerte sich auch Sebastian Edathy (SPD), der den NSU-Untersuchungsausschuss leitet. Er forderte abermals eine umfassende Aufklärung zu diesen Irritationen. Edathy sei empört darüber, dass ein Informant über Jahre hinweg für staatliche Behörden gearbeitet hat, auf der anderen Seite aber Terroristen unterstützt habe. Edathy sagte zu diesen Entwicklungen, dass es sich hierbei um eine "neue Qualität" derartiger Vorgänge handelt.

Den gesamten Artikel zu diesen neu bekanntgewordenen Erkenntnissen über die NSU und staatlichen Strukturen in Deutschland, können Sie bei FTD-Deutschland nachlesen, siehe Quelle.

Quelle: FTD - Bild: flickr (symbolisch für "Berlin")

  
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