Neuer Bericht zu Smolensk - Angebliche Explosionen beim Flug


(C) Bryan Gosline, 2007, Quelle: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Die in Polen eingesetzte Parlamentsgruppe, für die Untersuchungen der Ursachen des Absturzes der polnischen Präsidentenmaschine (Tupolew Tu-154) im Jahr 2010 bei Smolensk (Oblast Smolensk), die aus Mitgliedern der oppositionellen Partei „Recht und Gerechtigkeit“ (Prawo i Sprawiedliwosc) besteht, hat eine eigene Version über dieses Geschehen vorgelegt, der zufolge das Flugzeugunglück durch Explosionen verursacht worden war.

Der Bericht mit dem Titel: „28 Monate nach Smolensk“ (smolenskzespol.sejm.gov.pl/28.pdf) wurde am vergangenen Montag (10-09-2012) auf der offiziellen Webseite (pis.org.pl) der Parlamentsgruppe veröffentlicht. Die von Antoni Macierewicz (2006-2007 Leiter des Militärischer Abschirmdienst in Polen) geleitete Gruppe weist in dem 169 Seiten umfassenden Bericht die offiziellen Ermittlungsergebnisse zurück und behauptet, dass die Absturz-Katastrophe nicht durch schlechtes Wetter und Pilotenfehler, sondern durch Explosionen an Bord der Tu-154 verursacht worden war. Davon würden die Ergebnisse der Untersuchungen zeugen, die Experten im Auftrag der Berichtverfasser durchgeführt hätten, heißt es in der offiziellen Mitteilung.

Die wahrscheinlichste Ursache für dieses Unglück seien Explosionen gewesen, welche das Flugzeug bereits in der Luft zerstört haben könnten. Daher seien nicht die Piloten und die atmosphärischen Verhältnisse, sondern bislang unbekannte Personen für die Tragödie verantwortlich, so der Bericht weiter.

Ebenfalls wurde in dem Bericht unterstrichen, dass das Flugzeugunglück vor dem Hintergrund einer Konfrontation zwischen Premier Donald Tusk (Seit 2007 Ministerpräsident Polens) und Präsident Lech Aleksander Kaczynski († 10. April 2010 bei Smolensk, Russland) erfolgt war. Die eingesetzten Berichtverfasser werfen der polnischen Regierung zudem vor, Untersuchungsunterlagen an russische Behörden weitergegeben zu haben. Der Bericht enthält außerdem Kritik an der Untersuchung selbst, die vom Zwischenstaatlichen Luftfahrtkomitees der GUS (MAK) durchgeführt worden ist.

Die Verfasser des vorliegenden Berichts gehen von der Auffassung, der Experten Wieslaw Binenda und Kazimierz Novaczik, US-amerikanischer Wissenschaftler polnischer Herkunft, davon aus, denen zufolge ein Zusammenstoß des Flugzeuges (Tupolew Tu-154) mit einem Baum nicht zur Zerstörung einer Tragfläche hätte führen können. Dabei habe der gefundene Flugschreiber (Black Box) für technische Daten zwei „starke Erschütterungen“ an Bord registrieren können.

„Eine Explosion an Bord der Tu-154, welche sich zu diesem Zeitpunkt in der Luft befunden hat, ist die einzig mögliche und logische Erklärung der Absturzfolgen an diesem Tag, die teilweise auf Fotos festgehalten sind“, sagte der dritte Experte Grzegorz Szuladzinski (Jahrgang 1940). Weiterhin meinte er, dass die weit verstreuten Trümmer des Flugzeugs, die Verletzungen der Passagiere, die Schäden an den verifizierten Flugzeugteilen und die Zeugenaussagen für seine Version sprechen würden.

Quelle: Rian - Bild: flickr (symbolisch für "Flugzeugabsturz")

  
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