Deutschland: Mediale Kampagne gegen die Einlagensicherung der EU


(C) Rock Cohen, 2006, Quelle: flickr (CC BY-SA 2.0)

Die aktuellen Bestrebungen der EU scheinen bei den deutschen Sparkassen und Genossenschaftsbanken eher auf Kritik zu stoßen. Zuvor war bekanntgeworden, dass die EU neue Pläne hat, um eine einheitliche Einlagensicherung in Europa voranzutreiben. Nun verfassten die Sparkassen und Genossenschaftsbanken ein gemeinsames Schreiben an die deutsche Bundeskanzlerin.

Dieses Schreiben wurde gleichermaßen in großen deutschen Tageszeitungen abgedruckt, wie z.B. dem Handelsblatt. Auf diesen ganzseitigen Anzeigen machten die Institute darauf aufmerksam, dass sie von einer angestrebten Vergemeinschaftung von Einlagensicherung nichts halten. Zudem würde eine Verminderung des Schutzniveaus bei den Kundengeldern stattfinden.

Mit dem Schreiben sollte speziell auch Brüssel angesprochen werden. Die Brüsseler-UNION überlegt bereits seit einiger Zeit, eine europäische Einlagensicherung einzuführen.

In der veröffentlichten Anzeige brachten der Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon und der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Uwe Fröhlich zum Ausdruck, dass die Übernahme von Zahlungspflichten, welche durch ausländische Bankinstitute auferlegt werden würden, das Vertrauen der einheimischen Kunden gefährdet.

Außerdem würde die Sicherheit der Spareinlagen gefährdet sein. Weiterhin hieß es in der ganzseitigen Anzeige, dass eine allgemeine Akzeptanz für Europa und die derzeitige Eurorettung nur dann erreicht werden können, wenn die Sicherheit der Spareinlagen bei den deutschen Kunden erhalten bleibt.

Zuletzt verkündete der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, dass eine sogenannte Bankenunion in Europa geschaffen werden soll. Die entsprechenden Pläne für diese Bestrebungen stellte Barroso am letzten Mittwoch vor. In diesen Plänen ist unter anderem enthalten, dass die EU/EZB alle 6000 Geldinstitute in der Eurozone kontrollieren/überwachen will. Diese sollen einer einheitlichen Aufsicht der EZB unterstellt werden.

Quelle: Handelsblatt - Bild: flickr (symbolisch für "EU und Berlin")

  
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