Beamte der EU gönnen sich trotz der Finanzkrise wieder mehr Geld


(C) William Murphy, 2009, Quelle: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Bei vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wird im Vergleich zur Entwicklung der Inflation der Lohn in Zukunft absinken. Die EU-Beamten wissen natürlich um jenen Umstand. In der Eurokrise erhöhen sie sich nun das eigene Gehalt. Zehntausende EU-Beamte können sich, einem Bericht von Welt zufolge, auf ein Gehaltsplus freuen.

Trotz der Wirtschafts- und Finanzkrise in Europa erhalten etwa 33.000 EU-Beamte in Zukunft höhere Bezüge. Einem Artikel von "Bild" zufolge, lehnte die EU-Kommission in einem internen Bericht an den EU-Rat ab, dass die automatische Gehaltserhöhung zum 1. Juli 2012 rückwirkend mit einem Verzicht belegt wird. Soll bedeuten, die EU-Beamten erhalten mehr Geld.

Offiziell begründet wird dieser Verzicht, nicht auf das Geld verzichten zu wollen, damit, dass keine abrupte und erhebliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in der EU eingetreten ist. Auch die soziale Lage in der EU sei alles andere als schlecht. Daher möchte man sich eine weitere Gehaltserhöhung zukommen lassen. Weiterhin betonte man, dass auch die EU-Beamten in Zeiten eines wirtschaftlichen Abschwungs einen Ausgleich für den Kaufkraftverlust erhalten müssten.

Um die eigenen Bezugserhöhungen zu rechtfertigen, verwies man unter anderem auf deutsche Beamte. Hier zeigte man mit dem Finger auf ein Gehaltsplus bei den deutschen Beamtengehältern. Hier sei ein Gehaltsplus von 5,74 Prozent in diesem Jahr festgestellt worden. Die endgültige Entscheidung, über die Erhöhung der Bezüge von den EU-Beamten, soll im Herbst dieses Jahres fallen.

Das geringste Gehalt für einen EU-Beamten liegt bei etwa 2654 Euro, das höchste Gehalt ist bei rund 18.371 Euro angesiedelt, zudem gibt es weitere Kostenerstattungen und Vergünstigungen für die EU-Beamten.

Quelle: Welt - Bild: flickr (symbolisch für "EU")

  
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