Nach ESM-Urteil: Börsen in Europa eher unbeeindruckt


(C) Ken Teegardin, 2011, Quelle: flickr (CC BY-SA 2.0)

Nachdem das Urteil zu den Eilanträgen vom deutschen Bundesverfassungsgericht gefallen ist, bei dem die Anträge abgelehnt, der Bundesregierung jedoch Auflagen für den ESM gemacht wurden, hat sich an den Börsen "kaum" etwas bewegt. Am Mittwoch schlossen die Kurse nur leicht im Plus.

Nach der Urteilsverkündung machten die Kurse zwar zwischenzeitlich einen kleinen Sprung nach oben, doch war diese Entwicklung nicht nachhaltig. Bereits zum Abend lagen die meisten Kurse der weltweiten Börsen nur noch leicht im Plusbereich. Beim Euro konnte Plus eingefahren werden, hier sprang der Kurs über die 1,29 US-Dollar-Marke.

Der deutsche Aktienindex (DAX) konnte bis Börsenschluss (Mittwoch) mit einem kleinen Plus von 0,46 Prozent aus dem Handel gehen. In Paris wurde der Handel an diesem Tag mit 0,18 Prozent geschlossen. In London gab es sogar einen negativen Börsenschluss, hier lag man bei circa 0,17 Prozent im Minusbereich. In den Krisenstaaten (EU) konnten bessere Werte eingefahren werden.

In Mailand hatte die Börse um 1,19 Prozent zulegen. In Spanien gewann der Index (IBEX-35) 0,78 Prozent. Das höchste Plus konnte die Börse im krisengeschüttelten Athen einfahren. Hier stieg der Aktienindex (Athex) bis zum Abend auf etwa 5,33 Prozent. Mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts, muss sich die deutsche Bundesregierung mit bis zu 190 Milliarden Euro verpflichten, um den Krisenstaaten in verschiedenen Lagen beizustehen.

Auf den internationalen Finanzmärkten war die Entscheidung des deutschen Gerichts mit Spannung erwartet worden. Bei den Zinsen für spanische Staatsanleihen konnte ein wenig Luft gewonnen werden. Hier sank die Rendite bei zehnjährigen Staatsanleihen auf 5,599 Prozent, von zuvor 5,694 Prozent.

Quelle: IK - Bild: flickr (symbolisch für "Aktienkurse" von SeniorLiving)

  
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