Supervulkane: Auf der Vulkaninsel Santorin soll es möglicherweise zum Ausbruch kommen


(C) Klearchos Kapoutsis, 2008, Quelle: flickr (CC BY 2.0)

Nicht nur die Schulden in Griechenland scheinen sich immer weiter aufzublähen, auch unter der Erde ist ein ähnlicher Vorgang zu beobachten. Vor etwa 3600 Jahren ist der Supervulkan Santorin in der heutigen Ägäis ausgebrochen.

Die damalige Hochkultur (Minoische Kultur, welche die früheste Hochkultur Europas war) wurde im Zuge des Megaausbruchs des Santorin‘s zerstört. Die damalig bekannte Inselwelt wurde regelrecht auseinandergerissen. Nach diesem Megaausbruch, folgten weitere kleinere Ausbrüche am Santorin.

Die letzte dieser Ausbruchsphasen ging etwa um 1950 zu Ende. Doch wie Wissenschaftler nun beobachten konnten, scheint sich die Magmakammer des Santorin wieder aufzufüllen. In den Untersuchungen wurde festgestellt, dass seit etwa Januar 2011 erneut große Mengen an geschmolzenem Gestein die die Magmakammer strömt.

Gewonnen wurden diese Beobachtungen durch das Team um den Geologen Michelle Parks (Oxford University). Mit Hilfe hochmoderner Ausrüstung konnte man belegen, dass die Aktivitäten des Santorin-Supervulkans zugenommen haben.

Von Januar 2011 bis April 2012 konnte festgestellt werden, dass etwa 10-20 Millionen Kubikmeter Gesteinsschmelze in die Magmakammer des Supervulkan‘s geströmt sind. Durch diesen Magmazufluss wurde das umliegende Land um circa 8-14 Zentimeter angehoben.

Mit dem Einströmen des Magmas in die Kammer des Santorin hinein, seien zudem immer wieder kleinere Erdbeben festgestellt worden. Diese Erschütterungen wurden durch Seismometer erfasst und waren recht schwach in ihrer Ausprägung.

Ebenfalls stellte man fest, dass teils streng riechende Gase an verschiedensten Stellen um die Magmakammer herum ausströmten. Mit dem Anschwellen der Magmakammer, sieht der Geologen Michelle Parks zumindest ein gewisses Risiko, dass der Supervulkan in Zukunft zur Eruption gelangen könnte. Dass eine Mega-Explosion stattfinden wird, davon gehen die Forscher derzeit nicht aus.

Quelle: Handelsblatt - Bild: flickr (symbolisch, zeigt: "Nea Kameni, Santorin")

  
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