Deutschland: Überschüsse beim deutschen Export sackten zuletzt ab


(C) Domenico Citrangulo, 2011, Quelle: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Bei der sogenannten Leistungsbilanz musste Deutschland von Juni auf Juli 2012 einen Verlust von etwa 5,7 Milliarden Euro verbuchen. Daraus ergibt sich nach DWN-Informationen ein Leistungsbilanzüberschuss, der nur noch bei gut 12,8 Milliarden Euro angesiedelt ist.

Dieser Rückgang ist darauf zurückzuführen, da ein abgeschwächtes Wachstum bei der Handelsbilanz verzeichnet wurde. Zudem wurden weniger Transaktionen bei Dienstleistungen, Erwerbs- und Vermögenseinkommen durchgeführt, was sich gleichermaßen auf den negativen Wert niederschlug.

Offiziell bekanntgegeben wurden diese Daten am vergangenen Montag von der Deutschen Bundesbank. Aus diesen Zahlen geht hervor, dass der deutsche Außenhandel im Juli 2012 um etwa 200 Millionen Euro gesunken ist. Diese Zahl steht im Vergleich mit der des Vormonats und ist saison- und kalenderbereinigt.

Die deutschen Exporte wuchsen in diesem Zeitraum um 0,5 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Importe um 0,9 Prozent an. Bei der sogenannten Dienstleistungsbilanz konnte ebenfalls ein Rückgang verzeichnet werden. Diese betrug im gleichen Zeitraum circa 3,8 Milliarden Euro.

Zurückzuführen sei dies darauf, da durch die Eurokrise bedingt eine schwierige Wirtschaftslage in der Eurozone vorherrscht. Gleichermaßen wies man bei DWN darauf hin, dass es sich möglicherweise um eine Angleichung der wirtschaftlichen Ungleichheit in Europa handeln könnte.

Die Entwicklung bei den Kapitalströmen zeigt nämlich, dass die deutschen Anleger wieder vermehrt im Ausland investieren. Im Juni 2012 sollen deutsche Anleger Investments im Wert von etwa 5,1 Milliarden Euro abgestoßen haben. Etwa denselben Betrag investierten sie jedoch wieder im Juli. Außerdem sollen deutsche Unternehmen wieder verstärkt im Ausland Investitionen tätigen.

Quelle: DWN - Bild: flickr (symbolisch für "Deutschland")

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte